juni süsser juni!

es ist sommer, es ist so sehr sommer kaum zum aushalten! kirschen, in badelatschen aus dem haus, erdbeeren, wieder eine scheussliche sonnenbrille, schwüle und gewitter. allein im freibad war ich noch nicht. jahreszeiten sind ein geschenk. manchmal ist das punktuelle erleben wie ein gruss aus dem jenseits „wieviele sommer noch?“ und manchmal bringt es süsse erinnerung, eine ahnung wie das war als kind mit einem endlosen sommer (winter, herbst, frühling).

der juni bringt mir dieses mal einen eins a unbelasteten reinen sommer. kaum flashbacks, nur süsses verweilen im jetzt. es ist toll. ich werde heute dinge tun, die ich noch nie getan habe, hier: was machst du eigentlich den ganzen tag in 17 fotos und uhrzeiten schreiben. oder am nachmittag joggen. meine steuer ohne murren machen. vielleicht auch: ein kleid nähen. jared diamonds arm und reich weiterlesen. angefangen habe ich es schon dreimal, aber weitergelesen habe ich noch nie.

ach, erst mal ein schläfchen. ein süsses sommer schläfchen, begleitet von vogelgezwitscher und den mülleimerleerenden nachbarn. danach kaffee und dann wieder ein wenig vom sommer schwärmen. und lilett mit holunder und sekt trinken. ah! heute ein kind machen und es dann juni nennen im april.

na, jetzt erstmal die augen zu.

das mit der ordnung

ist hier ne grosse sache. ich mag meine ordnung. sie lässt sich mit meinen wundervollen mitbewohnern nur nicht immer so durchhalten. wir müssten zu einer gemeinsamen ordnung finden. stattdessen gibt es ständig dieses rumgenerve: wo hast du denn?? räum mal das weg, wie siehts denn hier aus… ach, undsoweiter. und demgegenüber dann bilder in meinem kopf von stylischen minimalistischen wohnungen oder schönen stilleben.

und eine lösung entdeckt: gruppieren. für chaos auf tischen. alle tassen und gläser und getränkebehälter zusammen. sieht schön aus. klappt leider nicht mit elektroschrott. mein freund der mag autos/boote/sonstiges mit fernbedienung und 70er jahre charme, die aber von einem supertechnikfreak nochmal durchgesehen werden müssten. er hat auch ein zweites telefon, das zwar rauscht aber – schadet auch nicht, wenn das richtige mal kaputt geht. kabel. dvbt box. anrufbeantworter. ja, haben wir noch, falls… ah, das alles mal entsorgen oder jaja, weitergeben würde, dann könnte das auch in manchen ecken hier ganz schön sein.

eine andere: ausmisten, immer wieder. und wenig kaufen oder irgendwo mitnehmen, weil es könnte ja was sein für – derzeit schleppen wir alles in unsere gartenhütte und dort warten drei so mittelgute und mittelschöne und mittelintakte teppiche auf verwendung. zum beispiel. alte dinge wiederverwenden, eins a, aber ich bin keine dollyrocker mutter, die aus alten klamotten dinge zaubert, keine, die gläser zersägt oder sonstige dinge aus bastelanleitungen tut. also muss ich dafür auch nichts sammeln oder irgendwohin stellen, wo es auf weiterverwendung wartet. ich kann es anschauen, die schönheit würdigen und wieder wegstellen. ich kann, ja ich kann! an verschenkekisten vorbeigehen.

was die menge an treibgut reduziert. auf der anderen seite: ich mag dinge. ich hatte neulich so eine wundervolle reihe an videos, wo tolle leute durch ihre hinreissenden wohnungen gehen und auf dinge hinweisen. und sie alle haben viele dinge. das hat mich beruhigt. sehr, ein gegenprogramm zu minimalistischen klaren wohnungsbildern, die mir im kopf sind und an denen ich mich vielleicht zu sehr orientiere. jenseits meines geschmacks/wollens/DASEINS.

ich schau sie gleich nochmal an.

 

 

ein frühling mit regen

kommt kühl und sanft daher.

  • gemocht: das wetter, das wort strickjackenwetter dazu
  • getan: leute besucht und bei mir geblieben
  • gehofft: dass der neue job mir irgendwann spass macht…
  • gewünscht: hammerschuhe und ein strickprojekt, freundinnen für kind 2
  • geträumt: von einem toten dackel
  • gehört: roxy music
  • gelesen: karine tuil: die gierigen
  • geärgert: über alltagskontakte
  • gefreut: über alltagskontakte und geburtstage
  • gegessen: zitronenkuchen, miso suppe und viel viel grünes
  • getrunken: brottrunk (brrr) und kräutertee
  • gesehen: 4 blocks teil 1, diverse serienschnipsel auf netflix
  • gekauft: socken, ein monchichi und ein neues handy
  • gelacht: wie ich als alte frau wohl aus einem porsche aussteige?
nach einer idee von frl. julia

detox

oh, der frühling! die blasse nase in die sonne halten!

im letzten jahr war ich öfters komisch krank, verwaschene symptome, nix zum im-bett-bleiben, aber auch keine chance auf sport oder schnell mal mit dem rad wohin –

dieses jahr wird das besser. ich tu mehr dinge, die ich tun will und höhöhö überlege mir vorher, was ich denn tun will. nicht immer dieses reinstolpern in fade abläufe. neee. mein neuer job tut mir hier gut. er ist manchmal fast geruhsam, manchmal viel auf einmal. nicht: feuerwehr. nur was mit menschen, da ist das so. abarbeiten geht nur bei manchen vorgängen, andere sind einfach immer da. das, weil ich eben was gelesen habe über jammern von müttern und jammern von über-vollzeit-arbeitenden, ach, ich habe beides satt.

dieses jammern von müttern und dieses kopfschütteln über jammernde mütter.

ich mag mich nicht mehr über gruppen von leuten, die sich eigentlich durch irgendwas, kontostand,  stilfragen, bildung von mir unterscheiden, aufregen. ich habe vor, leute auszublenden, die mir nicht guttun. jammernde mütter, lastenradfahrende, vollzeit-anbetende, hohle nüsse und ewige konsumenten – VORÜBERZIEHENDE. keine bedeutung. geht weiter.

das ist mein detoxprogramm. jenseits von kein zucker, minimalismus hier, bisschen entrümpeln und dann wieder so schöne sachen finden. jenseits von sport treiben, romane lesen, nach england fahren, blumen ziehen und pflanzen umtopfen, ah! mit niemandem reden mit dem ich nicht reden möchte! im internet rum, filmchen kucken, stricken, tee und einfach still sein. spitzenprogramm.

 

grrrr

heute früh bungalow von bilderbuch im radio. das lied gesungen den ganzen tag. mit michel getanzt in der küche. vogelzeigen und augenverdrehen vom sohn. eben gesehn, das konzert in berlin war schon. ach käse. ein junge menschen konzert wäre schön gewesen. jetzt höre ich peter alexander: bedien dich bei mir. da will ich niemals auf ein konzert gehen. lebt der noch überhaupt? er hing mal mit schwarzen augenhöhlen und strass auf den augenbrauen über meinem bett –