sommer
ob das etwas vorschnell
war, diese schwärmerei – ah, junge frauen!?
ich habe dolly alderton: everything i know about love angefangen, was leichtes für die ubahn wollte ich. boah, das war langweilig, regelmässig eingeschlafen bin ich und das aussteigen verpasst und zu spät zur arbeit und….
dann alte weisse männer als bettlektüre von sophie passmann. von klugscheissern (w/m/d) und gartenzwergen (w/m/d) geträumt ohne ende. sprachliche verwicklungen und schule und ein mädchen was immer aufzeigt und zugleich gaaanz gelangweilt kaugummi kaut. puh, richtig nervige träume –
ich lasse einfach die kategorien und freue mich auf meinen zauberhaften herbstbücherstapel. wie irr freu ich mich auf jedes einzelne, muss mich sehr zusammennehmen, nicht alle anzulesen, sondern eins nach dem andern – ob ich erst mal kucke, wie alt die autorinnen
im herbst
kuck ich mir mal manche dinge genauer an. und entwickle eine schöne gleichgültigkeit, oder lässigkeit, ja, das hört sich besser an, also lässigkeit. gegenüber dingen und menschen, die mir eigentlich mordsmässig auf die nerven gehen dann und wann oder immer wenn ich damit konfrontiert werde/sie sehe und mit ihnen sprechen muss. mache ansonsten weiter gymnastik und arbeite brav und mit so viel freude wie möglich alle termine ab. versuche, so oft wie möglich alleine zu sein und zu kramen. überlege, wann mein großartiges lauftraining mit dem miamädchen nun beginnen soll. wenns kühler wird, klar.
alles immer noch barfuss nur in latschen.
junge menschen
ich bin gerade sehr angetan, was junge frauen zwischen sagenwirmal 25 und 35 so schaffen – einige zeitlang war mir das ein wenig suspekt, dachte, was? die sind noch so jung, was wissen die denn… und ein bisschen soft-sein-und -nachdenken-und-das-licht-durch-die-risse-meiner-persönlichkeit-fallen-lassen später fällt mir so ein, wie ich mit ab 25 war: nicht so genial und sicher, aber schon ziemlich gut und klug und da ging so mordsviel ab in meinem kopf und in meinem leben –
allein das
ah, und ich bin (vielleicht auch ein wenig mütterlich okeh, aber vorallem) dankbar angetan davon, dass diese jungen frauen so DRAUSSEN im leben sind und tolle sachen machen, die ich lesen, schauen kann, über die es sich gerade/auch mit ende vierzig nachzudenken lohnt, mich bewegen, die meine sicht auf die dinge verändern, den blick schärfen und mein hirn ein bisschen fordern –
ja, sehrsehr dankbar (auch für anderes, aber das sprengt hier echt den rahmen) und froh und bewundernd auch
dönerschlag
hast du feierabend? nö. warum isst du dann einen döner mit knoblauch wenn du noch arbeiten musst?
später habe ich mich gefragt: warum habe ich überhaupt einen döner – oh ich hatte solchen hunger, supermüsli zuhause vergessen, ich kam an drei imbissen vorbei und nee, pommes gehen gerade nur in richtig gut, aber döner
später sass ich im termin und trank zwei große wassergläser leer.
dann fuhr ich auf dem rad und hatte das gefühl das vorderrad schlingert. ich musste absteigen, durchatmen. ich hatte schrecklichen durst. ich trank eine literflasche wasser. ich trank ein paar schluck gemüsesaft. ich ging auf dem nachhauseweg zum späti, schnell ein fläschchen apfelschorle – es war die hölle. ich hatte das gefühl, so muss das sein wenn sich ein schlaganfall ankündigt. es war nur der döner. oder die knoblauchsosse, wer weiss. vielleicht waren da noch was anderes drin (warum isst du einen döner mit knoblauch, wenn… aaaah!)
ordentlich
„ich besorge jetzt so aufkleber, da kann mia dann ihren namen ordentlich draufschreiben – sie soll ihre sachen ja ordentlich beschriften. und die ordner musste ich abschneiden, sie sind zu gross. die anderen eltern kaufen plastikordner, die sind praktischer“
die lehrerin heute früh auf der schultreppe. warum muss ein kind die ordner ordentlich beschriften? also darf ihren namen nicht in grossen bunten buchstaben schreiben? ich finde die beschriftung passt ganz hervorragend zu den großen ordnern. ich freu mich JETZT schon auf den elternabend.


