bücherstapel zum jahresanfang

eigentlich wollte ich ja mal benedict wells vom ende der einsamkeit lesen. aber jetzt habe ich das irgendwohin gelegt. wetten ich finde es nicht solange ich es lesen will und gun love noch nicht bei mir angekommen ist. ob ich mal eben losgehe und brot und ein buch kaufen soll? der tag ist sehr grau er eignet sich vortrefflich für all das. abhängen. lesen. laut lesen. ergriffen sein. abends italienische bratwurst, brot, salat. oh, das klingt traumhaft. ich geh schnell los. tschüs.

die anderen bücher hier sind übrigens auch supi. und die fünf fragen an jennifer clement toll. hammerfrau.

 

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silbern

ist der dezember auf der kette nun geworden. mit dem final abbau aller weihnachtsdekoration, sterne im fenster, zweige hier und da und so, endlich die kette gefädelt. das miamädchen hat geholfen, nach einigen versuchen mit einer schrottigen strickliesel (von dille & kamille, holland, so richtig miese qualität) eine schnur zu stricken, war dann das fädeln besser und mit richtigem ergebnis.

sonst: bullerbü auf dvd, blakkklansman im kino den ich doch gut fand, auch wenn es mich sehr gestört hat, dass er so ohne weiteres nicht zeitlich zu verorten war. 70er jahre passt aber dann auch wieder alles viel zu cool und overdressed undsoweiter. aber, wenn ich bei deko bleibe: so einen afro wollte ich immer schon! ich habe eine perücke, aber sehe dermassen bekloppt damit aus – ach!

irgendwelche zukunftsromane gelesen (blackout island, vox & xx) die okay waren, aber das ist wie mit zuviel schlechten süssigkeiten. jetzt reichts.

stimmung insgesamt: brüchig. das familienleben ist immer wieder schrecklich schön. der job geht, winter ist okay, habe schal, mütze, handschuhe und ein fläschchen enteisungsmittel fürs rad – aber irgendwie geht der januar mir doch immer in die knochen. habe erstmal schnupfen, sitze heute zuhause rum und lese im internet herum, krame, schreibe briefe, karten, überweisungen, sortiere wolle für sachen zu stricken, flicke mottenlöcher – hello winter morning.

 

ausmisten nr. 240893438973482738333

dass wegwerfen mit konsum zu tun hat. allein, dass es so viele neue bücher über minimalism im bett/kleiderschrank/keller/leben gibt! muss ich die lesen und gleich schnell wegwerfen? ja, ich habe magic cleaning gelesen, vor drei jahren so ungefähr und es hat mir geholfen, all meine dinge mal rauszukramen und durchzugehen. ja, ich habe einiges weggeworfen.

aber mit zunehmender öffentlichkeit hängt mir dieses thema sehr aus dem hals, auch: die die wenig haben, dafür aber hammermöbel zum das wenige drin verstauen scheinen plötzlich die besseren menschen zu sein? eben dazu einen artikel von jackie thomae gelesen. beautiful. filme dazu gibts auf nowness (my place) die machen sehr beschwingt. beautiful leute und hammerinterieur dazu. bitte nicht die armselige kondo doku kucken. bitte nicht.

 

schöne liste 1

morgendämmerung

das kind zwei in ruhe zur schule bringen, langsam und geschwätzig mit dem rad

das kind zwei in winterstiefeln

das licht/die beleuchtung auf baustellen und brachen

hauseingänge mit verklebten briefkästen

streetart, immer wieder

eric vuillard lesen und zu entdecken, dass es noch ein buch gibt, das ich noch nicht gelesen habe

schwimmen

die spülmaschine durch gutes zureden wieder funktionsfähig gemacht zu haben

an die locken meiner freundin i. denken

platanen

die fernsehwerbung für spiele vor weihnachten (in den 80ern) erinnern

erstaunen, dass das kind zwo klassische musik mag. ich mag barockmusik wirklich, aber höre das so selten. anderes klassisches nie

wenn kind eins beim abschied auf die umarmung/den kuss wartet, ich erstaunt bin, dass das noch geht in der öffentlichkeit

das passage kino in neukölln

und doch: listen

aber schöne. die kleinen dinge – die ich jahrelang in meinen kalender geschrieben habe, monatsweise, manchmal jahreszeitenweise. dann habe ichs irgendwie versäumt und vergessen, in den kalendern der letzten beiden jahre finden sich nur vier, fünf dinge. jetzt geisterte das kürzlich durch meine kleine blogwelt und schien so etwas ganz grosses: aus amerika! macht das leben endlich schöner! gegen winterdepression! nana, dachte ich, es sind einfach kleine schöne dinge, und es ist gut sie festzuhalten und nachlesen zu können.

ich habe seit diesem jahr einen kleinen kalender (reduce!), da passen keine listen mehr rein. also gibts die jetzt hier.

wiegehtsnso

ja doch, ganz gut. kinder auch, ja, schule, hm, arbeit –

boah, was soll ich antworten, was fragen – ich will gar keine strassengespräche mehr mit manchen leuten. fröhliches winken. oder gleich kaffee trinken gehen. oder einfach mit dem neuesten tratsch anfangen oder danach fragen. nicht nach dem befinden.

 

hallo januar!

ich überlege hin und her und hin und her, welche farbe der januar in meiner noch zu bastelnden montessori jahreskette bekommt. silber? grau? hellgelb? ah, ich freue mich, das jahr ist ganz neu! es hat gerade begonnen! ich habe alle daueraufträge eingegeben, steuerunterlagen zusammengestellt, wäsche gewaschen, nachrichten geschrieben, einen pulli fürs kind fertig gestrickt und fühle mich bereit.

wohnung ausgeräuchert, weihnachtsbaum verbrannt, und das jahr öffnet sich! hallo neues jahr!

habe neue sachen, über die ich mich freue und habe dinge vor, die es umzusetzen gilt. kleine dinge. es gibt eine neue tasse für einen kleinen milchkaffee, es ist ein kleiner becher, merci serax nr. 9, in dunkelblau. ich werde nun wieder koffeinfreien kaffee daraus trinken. und weniger. also weniger koffein, weniger kaffee. nach einem grooooossen besäufnis auch das gebet: kein alkohol. gott, ich hatte voll vergessen, wie das ist, einen richtigen kater zu haben.

und: suppe. zeit. make-up. pflanzen in der wohnung. blumenampeln (3.versuch, nachdem alle immer vertrocknen so in der luft). ein buch pro woche. was im vergangenen jahr fast geklappt hat – so ein glück hatte ich mich wunderbaren lesesachen.

mehr musik. ja. spotify. es hilft mir wirklich. auch wenn kexp und npr mich bislang ganz gut begleiten. manchmal brauche ich alte hit-schocker. und: lustigsein. jeden tag. und weiter weiter berührt sein von den kleinen menschen um mich herum. dem mädchen wie es tischkarten für ein spiel ausschneidet und heimlich schnell den tisch dafür dekoriert. dem jungen wie er immerzu singt, immer! auch während des essens –

so. jetzt geh ich mal los. arbeit. zu spät heute am ersten tag. fängt gut an, was.