februar. mit alles.

IMG_3498IMG_3345IMG_3500IMG_3527der monat fing gut an, ruhig, zwitschernde vögel, jugendbücher, zeit für die kinder – und plötzlich mitte des monats mal wieder ein einbruch an schlechter laune/unzufriedenheit/garstigkeit ALLEN und ALLEM gegenüber. ich muss in die therapiemaschine, diese stimmungsschwankungen sind nicht gut, die sollen weg.

sonst gab es im februar noch schönes:

  • hula hoop reifen
  • weltuntergangsgedanken
  • zuviel kaffee
  • ein essen mit vielen fremden menschen ohne freund und kinder und dabei premiere: neben einer frau gesessen die das essen fotografiert und bei facebook gepostet hat
  • hefeschnecken
  • vergänglichkeit, again
  • lila blüten
  • american hustle
  • augenzucken & ohrgeräusche
  • marianne faithful: as tears go by und sister morphine rauf und runter
  • strickjacke, ach vielleicht doch erst im herbst
  • neue jeans
  • schuhe geputzt
  • haare nicht geschnitten, so allmählich werden sie mir zu lang –
  • was pflanze ich denn an im garten?
  • handwerkerbesuche (kaffee, kaffee) und bald ein neues kinderzimmer
  • pädagogische gespräääääche mit kita und therapeuten
  • dieses vogelgezwitscher
  • überraschung: die freundin aus münchen aufn kaffee
  • ein entspannter/interessanter arbeitsmonat
  • ein super neuer babysitter
  • gibt es die rocknroll bäckerei in der stargader strasse nicht mehr?
  • endiviensalat mit blauschimmelkäse
  • vage urlaubspläne
  • erdnusssosse
  • verflixte englische strickmuster
  • der tolle freund
  • wollhandschuhe trotz sonnenschein
  • und immer kalte füsse
  • kegeln gehn
  • sozial leicht unverträglich sein und merken, dass manche leute mich echt nicht mögen
  • hm, sachen aufschieben
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the future

ho, so hiess doch dieser irrsinnig öde film von miranda july oder. miranda july finde ich ohnehin völlig überschätzt. vielleicht ist sie ein vögelchen, eine schrille schöne person, aber was sagt sie mir? nüschte.

momentan habe ich probleme mit the future. ich mag zukunftsfilme ganz gerne und so leicht düstere zukunftsromane auch. und 1984, schöne neue welt, wir, manhattan 2, das land der letzten dinge, hach, tolle romane. verschlungen. lange her. gerade habe ich zwei jugendromane durch, die sich prima runterlesen: susan beth pfeffer: die welt wie wir sie kannten und die verlorenen von newyork und ich bin aufgrund der tollen gestaltung darauf gestossen – und so sehr es jugendromane sind, in denen einiges fehlt, so sehr schüren sie doch meine weltuntergangsangst. he, den film hell konnte ich 5 minuten ertragen und wenn ich an diesen michael hanecke film denke, wo alle unterwegs sind und in einer halle an der bahnlinie hausen – oh ich kann mich mit sowas gar nicht beschäftigen. da werde ich zwanghaft und möchte gleich pläne für notfallkisten machen, mir landkarten, kompass besorgen und kann mich nicht lösen von dem gedanken.

und jetzt liegt beim michel neben dem bett cormac mccarthy the road. lies es bloss nicht! sagt er. ich glaube er hat angst, daß ich demnächst nur noch im kampfanzug mit mundschutz rumlaufe und unsere kammer zum bohnendosenlager umfunktioniere….

bücherstapel

wow, was ein projekt, habe in anderen blogs von leuten gelesen, die ihre ungelesenen bücher aussortieren und den stapel nun ablesen wollen. ich habe sehr viele un- und angelesene bücher im regal und ich bin überzeugt, dass die die noch im regal stehen, es wert sind, entweder, weil ich sie noch lesen werde oder zumindest reinkucken oder sie dann auch an- oder ungelesen eine bedeutung haben – die ziehe ich doch nicht aus ihrer ordnung! von meiner liste 2013 hat z.b. somerset-maughams des menschen hörigkeit einen platz gefunden. klar, neben auf messers schneide – auf messers schneide habe ich in meinen zwanzigern gelesen, ein großartiges buch und des menschen hörigkeit habe ist von meiner ambitionierten liste 2013. das habe ich angelesen und ich weiss nun, in welcher stimmung/verfassung ich das lesen könnte. vielleicht nie, wahrscheinlich nicht mehr in diesem jahr, aber möglicherweise brauche ich genau dieses buch irgendwann. läge es ewig auf meinem stapel nicht gelesener bücher, finge es irgendwann an mich zu nerven und flöge raus.

es gibt hier auch einen stapel ungelesenes, aber sind eher die bücher auf die ich in den letzten wochen bock hatte, oder die ich beim büchertisch oder tauschticket oder um die ecke gefunden habe – birger sellin ich will kein inmirich mehr sein ist dabei, stücke von moliere, marion poschmann die sonnenposition, erzählungen von jean rhys, joan aiken die fünfminuten ehe, hjort & rosenfeld der mann der kein mörder war, amy sohn prospect park west und noch drei vier andere. ich kaufe viele bücher second hand und daher auch zuweilen etwas wahllos. die liegen dann einen weile auf dem stapel und wenn sie mich angähnen kommen sie dann meist in die flohmarkt kiste oder ich gebe sie weiter. die haben dann keine chance auf einen regalplatz.

auf meiner liste, die ich nur im gedächtnis habe steht immer noch meister und margarita und krieg und frieden. chronic city von jonathan lethem hätte ich gerne und was von ford maddox ford vielleicht und mal wieder einen jane austen roman. und hatte ich nicht auch mal vor mehr bücher von frauen zu lesen? und nicht immer nur zeitgenössisches? von den bronte schwestern kenne ich auch nur sturmhöhe. und die anais nin tagebücher liegen auch noch hier rum. das ist auch so ein plan, ob das jemals was wird? da sehe ich doch lieber anderer leute listen durch und freue mich wenn ich was finde was ich mag/lesen will/gerne hätte/niemals im laden gefunden hätte –

(oh, ohne romane wäre ich ziemlich aufgeschmissen. so ganz insgesamt & allgemein.)

würmer (so ein schönes hobby)

hehe, nachdem der kompost im garten ja im winter zur bearbeitung und beobachtung ausfällt habe ich nun eine wurmkiste gebaut. ich habe das zum ersten mal bei frau liebe gesehn und fand es großartig, eine bekannte sagte neulich: ach kompostkisten, gibts die noch, während meiner studienzeit hatte die jede wg –

gestern kamen die würmer. die kinder und ich haben die kiste befüllt. und dann mit schrecken den beipackzettel gelesen: die würmer bitte nur in den garten, nicht in den hauskompost, sie sind sehr aktiv! heute früh wurde von kind zwo schon ein regenwurm in der küche betrauert, wir haben ihn dann im biomüll beerdigt.

nun lese ich schon stundenlang im netz und anderswo herum wie das ist mit kompostkisten – und bin mal gespannt wie das so weitergeht. ob diese vielen würmer den salat wirklich fressen? und ob ich bis zum märz oder april schon erde für zarte pflänzchen habe? dieses jahr wird ein bomben gartenjahr. ich werde früher anfangen mit dem ganzen kram und die pflanzen werden groß stark schön, das ist sicher. ob die regenwürmer auf dauer hier in der wohnung bei mir bleiben oder aus der kiste flüchten und – hmhmhm ich bin gespannt.

those were the days

IMG_2800solche tage schnurren zusammen, ganz klein werden sie, zuvor endlos, weite landschaften, sind solche tage dann kleine meteoriten vielleicht, dichte masse, leuchtend aber. schön ist dieses alleine in der wohnung sein, wieder meine eigene ordnung finden, einen überladenen küchentisch, der nicht zum essen freigeräumt werden muss. musik hören, marianne faithfuls as tears go by hundertmal.

es war ein hin- und her aus angesammelten dingen wegzuräumen (steuersteuersteuererklärung!) und dem gefühl, zeit für irgendwas und alles zu haben. an solchen tagen mag ich auch niemanden sehen. ich war schrecklich heiser und konnte eh kaum sprechen, das war praktisch. das berlinale programm durchgesehen und den babysitter nicht erreicht. ob das noch was wird? einen abend bin ich mit dem bus quer durch die stadt gefahren und wieder zurück. ich war mal wieder in irgendwelchen läden, sachen ankucken. anna-katharina hahns am schwarzen berg angefangen zu lesen, und mich wie in einem fernsehfilm gefühlt. weiss nicht ob ich das weiter haben muß. egal. ich habe nichts reizvolles im regal gefunden und dann einfach gegessen und dabei die zweite staffel von girls gekuckt. festgestellt, dass mir am besten der schriftzug GIRLS gefällt am anfang und mir hannahs haltung ganz schön auf die nerven geht, und auch: dass ich mich in mädchenfilmen mittlerweile einfach mit den müttern der mädchen identifiziere. und auch: immer dieses scheiss amerika. ich habe mit amerika nicht so viel zu tun. ich habe mit meiner sehnsucht nach england zu tun. immerzu und an tagen alleine noch viel mehr.

was mache ich damit? die groooooße frage.

sonst: ich will schläppchen und so eine tolle jeans wie mein freund (gerade trage ich seine heimlich, der sagt aber: ich will das nicht, du beulst sie aus!) und die gesichter einer epoche ausstellung in der alten nationalgalerie sehen, shit, habe ich sie schon verpasst? und einen leichten sexy/lustigen/schööönen roman lesen und milchkaffee milchkaffee milchkaffee. so wäre ich gerne die nächsten tage. aber heute kommt ja die meute schon wieder, da wird das eher so: dicke stiefel, kinderschwimmen, conni und die quigleys und apfelschorle. das ist auch nicht schlecht, nicht schlecht. weil mit liebe.

ein landmädchen in der großen stadt

so kam ich mir neulich beim spaziergang durch mitte vor – durch ein paar läden am frühen abend, bei marimekko und ittala die tassen teller becher bewundert, wieder keine emailleschüsseln beim okversand gekauft und festgestellt, daß der küchenhänger aus metall, hübsch aussieht aber so schrottig und schief ist, den schal bei cos gabs nicht mehr, das buch das ich suchte, habe ich nicht gefunden und puh, zwischendurch nen kaffee, die oranienburger straße lang mit der straßenbahn, das war so dunkel! und ich war wieder nicht bei do you read me und den kaffee habe ich nicht bei keyser soze getrunken (those days are gone), egal, krimskramsläden und klamotten, alles sehr hübsch und – für mich als flohmarkt & secondhandfrau – ganz schön teuer. und es fiel mir auf, daß ich schon hundert jahre nicht mehr durch die läden bin, daß ich das ganze ding nicht mehr kenne und – huch! kam mir vor wie ein verlaustes dickes mädchen aus kreuzberg das an diese einkaufsorte irgendwie nicht passt.

und dann war ich auch wieder froh. ich habe am ende eine haarspange bei muji gekauft. das sind die tollsten haarspangen für dickes haar. schnell drin und sie halten. musste lachen beim gedanken, daß eine frau, die sich vornimmt nicht mehr zu konsumieren, darüber ein buch schreibt, das sie dann ja verkaufen möchte, gell – menschmensch, da schüttelt das kleine landmädchen den kopf….

wintertraurigkeit, nein, bitte nicht! nein!

ich wollte nicht blues schreiben. den januar, der normalerweise echt nicht mein monat ist, habe ich gut überstanden und nun ist der februar da, freie tage ohne viel arbeit oder menschen und ich betäube mich mit blöden/nicht so blöden filmen und ner vanilleduftkerze, rotwein und sachen zu essen und ein bisschen kramen. ja, ich höre auch musik und denke nach – aber nicht zuviel bitte bitte nicht zuviel. das könnte mein kleines gemüt zu sehr belasten. denn wenn ich sitze und nichtstu und mir gedanken kommen, finde ich plötzlich ganz viel so sinnlos und bin klein ganz klein und nicht sehr stark. jaja, kannste sagen, muss auch mal sein – aber da halte ichs mit den lassie singers: falsche gedanken bringen dich um dein glück falsche gedanken machen dich verrückt falsche gedanken müssen doch nicht sein falsche gedanken nein nein nein!

ach mist, ich trinke jetzt doch den rotwein aus. auch wenn ich zeit hätte mir gedanken zu machen, ich beschließe: es ist gerade nicht die zeit für gedanken. es ist zeit für lustige filme, monotone tätigkeiten, unterwäsche in pastellfarbein, duftkerzen.

ans licht

kaum ist die meute ausm haus strahlt die sonne wie irr. und hier drin sieht es staubig und schmuddelig aus. heißt: erstmal putzen bevor ich all das tun kann, was ohne die meute einfach besser geht.

  • schweigend rotwein trinken
  • rosenkohl essen
  • fernsehn glotzen
  • & schokolade rumliegen lassen

ha, das ist ein schöner plan für heute. die to do liste sieht aber so aus:

  • kompostkiste starten (vorher die verkramte anleitung finden)
  • mit der steuer fürs vergangene jahr anfangen
  • mein arbeitszeugnis umschreiben

ph. da putze ich doch lieber.

januar plusminus

himmelhimmel2himmelhimmel1der januar ist dieses jahr gut: die tage werden schon jetzt spürbar länger – bisher hatte ich immer das gefühl, die dunkelheit bleibt bis märz. und ich weiss: ich habe im februar ein langes wochenende für mich alleine. es wartet die steuererklärung und die übliche unordnung. laut musik hören. lange schlafen. nein, ich werde mir nicht zuviel vornehmen. möglicherweise brüte ich meine erkältung so richtig aus und liege flach. aber dann mit nonstop-dvd-glotzen! hehe!

was bisher geschah:

gestrickt: eine halbe socke. und zwei halbe handschuhe. weil ich erstmal den ganzen restlichen wollkram flicken mußte. wegen dieser drecksmotten (die machen mich fertig).

gekauft: eine wärmflasche aus der hölle. weiß und formschön ohne pvc und weichmacher. bestellt. sie ist hart wie holz, wird geringfügig weich wenn befüllt, man braucht irre viel wasser – puh, erinnert mich an die zinkene bettflasche meiner uroma. außer dass man sie befüllen kann und sie nett aussieht, wenn sie so herumliegt taugt sie nichts.

gelernt: canasta. ich bin die absolute spielnull, daher ist das was ganz ganz grosses für  mich! bisher fand ich mich schon klasse, weil ich uno UND skip-bo UND maumau spielen und immer würdig verlieren kann. aber jetzt!

getan: konsumiert, d.h. produkte reduziert. motto: alles aufbrauchen. es ist gut: mehr platz im badezimmer und weniger ausgaben. wie ich die fünf tuben zahnpasta (retrotube aus portugal, fenchelzahnpasta, normalo, superfrisch und wegen homöopathie) jemals aufbrauchen soll ist mir allerdings schleierhaft.

gelesen: lola bensky von lili brett, naja, es liest sich so runter, die themen erwachsensein, holocaust und familienerbe, dicksein und die aussenwelt sind toll miteinander verwoben, das macht das lesen leicht und schön. und doch, hätte ich was andres gehabt, ich hätte es nicht zuende gelesen. ebenso: reportagen, meine neue magazin hoffnung. das was ich gelesen habe, nicht allzuviel, fand ich etwas zäh. ein artikel über chinesische taxifahrerinnen liest sich wie ein zu langer müder schulaufsatz. und das vorwort: frauen, auch für euch sind reportagen gedacht, sie haben so schöne farben! hmhmhm, daneben. dann kamen london now von zadie smith, was so verheissungsvoll war, aber dann wieder – nun, ich habe zum ersten mal ein langweiliges buch zuende gelesen und nicht einfach aufgehört. das letzte mal ging mir das wohl mit schullektüre so. besser von doris knecht fing furios an, wurde auch dann etwas lahmer, aber ich fands dennoch klasse.

das war der januar. ruhig. okeh. manchmal schön. zu kalt. ich freu mich auf morgen, hallo februar!