sommerliste heute positiv, grundstimmung aber

depressiv, klar!

der sommer war ein schaukelstuhl, strickzeug, mit und ohne schaukelstuhl, super bücherglück – ah, annie ernaux die jahre! ein buch, das ich geküsst habe zum schluss und für das ich so dankbar bin, so dankbar. bücher und lesen: ja, es gab auch kleinere perlen. speicher 13. die geschichte von eddy. z.b.

und die sich endlos aneinanderreihenden sommertage, immer raus mit hose, shirt, sandalen oder so. das ist so leicht, jenseits des -ob es wohl mal regnet?- dieses nicht regnen, dieses immer-heiss-sein hat die tage ineinanderlaufen lassen und die furcht, der sommer möge -jetzt! mit einem kühlen tag oder einer wolke- schonwieder zuende sein, diese furcht hat sich nicht eingestellt. jetzt kann der sommer auslaufen, die tage werden kürzer und ich kann mich ganz wunderbar fügen. die hitze schön gemacht hat 1.ein rasensprenger und weiter: freibad, ein wunderbarer see und la mer! auch: ein flussbad. und naturfern: meine gummibadelatschen. die haare abgeschnitten zu haben. aloe vera bodylotion. ein grüner balkon. ferien, hier, in frankreich, in österreich. wasser mit apfelessig, ja, ich finde das ist eins der erfrischendsten getränke! normalerweise trinke ich wasser mit zitrone, aber apfelessig macht noch mal einen tick wacher. oder so.

ausser ein paar büchern hab ich mir nüscht gekauft, ich bin in meinen ollen hippiejeans und hemden herumgelaufen und hallo, ja, badelatschen, oh, aber doch, ich habe jetzt einen kleinen fotoapparat, der mich mit seinen gimmicks aber ziemlich überfordert. es gibt endlich eine stehlampe im wohnzimmer, ein schnellkauf bei ikea, weil das auswählen eines wunderdings das allen gefällt undsoweiter bisher schon zwei jahre gedauert und zu keinem ergebnis geführt hat.

ich habe mir endlich eine kleine büroecke eingerichtet. sie ist wunderschön. hell und ruhig. zu bestimmten zeiten gehört das nebenan allerdings kind 1, aber abends und fürs homeoffice ist sie ganz wundervoll.

und ich habe eine liste, was alles zu tun und zu überlegen ist. da steht eine ganze menge drauf. auch: schulwechsel für kind zwei? was eine grosse überlegungsaufgabe ist zunächst und wenn überlegt und entschieden, dann: wohin ach wohin?

zu überlegen ist auch der job, ein ortswechsel vielleicht? ah, mein jahresanfang ist der schuljahresanfang. oder einfach: der herbst. der bringt mich in die richtige stimmung zum nachdenken, überlegen und hoffentlich auch in die nähe guter entscheidungen.

vielleicht war es auch nicht nur die hitze –

ah, ich weiss es nicht und ich glaube, ich bin doch zu träge, nachzudenken und irgendetwas schlüssiges, schönes aufzuschreiben, ein rundes ende hier z.b. zum schluss: ich habe gestern „finding vivian maier“ gesehen. er hat mich sehr berührt und amüsiert auch. das gehört ab JETZT auch noch zum sommer.

tschüs!

 

 

 

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ein WOW! buch

heute speicher 13 von jon mcgregor angefangen. wow! ich bin hin und weg, ich habe mir das nur aus der bibl. mitgenommen, dachte, ach ein krimi ist auch mal wieder was. morgen mache ich alle anderen bücher von ihm klar. hammer übersetzt auch – soweit ich das nach ein paar seiten und ohne englisches original beurteilen kann. oh leseglück!

gibt es dort katzen?

es ist gerade sehr entzückend das kind nr. 1. gelegentlich blitzen pubertäre und dinge vom grosswerden durch, umso mehr hauen mich die kindlichen zärtlichkeiten um: auf die überlegung ob die kinder mal reiterferien machen wollen/können/sollen gab es nur die o.g. frage. nach langem langem nachdenken. weil: pferde und reiterferien mit der kleinen schwester sind eigentlich nicht so. und weil: kind 1 liebt katzen. es beschäftigt sich hingebungsvoll mit katzen und deren anwesenheit macht kind 1 sehr sehr glücklich.

mich macht die anwesenheit meiner beiden kinder manchmal sehr sehr glücklich. was echt viel toller ist. sie sprechen und sind was echtes. sagen so süsse sachen!

leserei

ja, so trübe wie das foto war auch die leserei in den vergangenen wochen. was fehlt ist: antonia baum: stillleben und eva lohmann: 8 wochen verrückt. letzteres habe ich aus der verschenkekiste gegenüber, dort habe ich es auch nach fünfzig seiten schnell wieder hingelegt. unnötiges buch.

antonia baum stillleben hat mir gut gefallen. zu anfang musste ich mich doch sehr an den stil gewöhnen, ich fand diese immer wieder auftauchenden englischen wörter und begriffe sehr affig. dies hat mir die lektüre wirklich verleidet. zum glück habe ich weitergelesen. weil: die gedanken über mutter- und frausein und gesellschaftliche verhältnisse gehen einmal in eine neue andere richtung und haben mein nachdenken besser gemacht.

schön war celeste ng: was ich euch nicht erzählte und mariana leky: was man von hier aus sehen kann – schön und süss geschrieben das buch von mariana leky aber für mich doch scharf am kitsch vorbei am ende. auch kitsch ab seite 50: lars mytting: die birken wissens noch. es war leider das einzige was ich auf einer 8-stündigen zugfahrt zu lesen hatte. ja, ich reise ohne smartphone und ohne unterhaltungselektronische geräte.

annie ernaux: die jahre lese ich noch. häppchenweise. mehr ertrage ich nicht, es macht mich sooo traurig. irgendwie dichter habe ich mir erling kagge: stille gedacht. es liest sich so, es sind nette gedanken, es könnte ein längerer artikel im geo sein. schade. es sieht so hübsch aus und es ist so gross: stille. ganz gut ist the outrun, aber auch da habe ich die letzten fünfzig seiten nicht mehr gelesen.

also insgesamt, viel leserei, aber wenig wirklich anregendes und tolles. kein durchhaltevermögen dieses mal. und der schwung vom anfang des jahres ist etwas verlorengegangen. aber jetzt gleich: ferien! und mich durch ein dickes, sehr dickes buchpaket fressen. mmmh

 

schön

wars im juni. es ist sommer. so ein sommer nach dessen ende ich den herbst sehr sehnsüchtig und sonnensatt begrüssen werde. die kinder essen eis, schlafen nackig und sind rundum entzückend. ich hatte frei ein paar tage und war alleine unterwegs, und es war so lustig. also da waren schon andere leute, mit denen es lustig war. lustigsein ist meine schokolade.

sonst ist der juni verpufft in der hitze. so scheints mir. es ging alles so schnell. gute nacht!

 

öfter mal

 

  • blau machen
  • alleine an einen see, schwimmen und gut und nicht mit rumliegen aufhalten
  • laut musik hören
  • postkarten schreiben
  • steak essen
  • fotos von freunden machen, richtige von richtigen, nicht so lustige knipsies
  • schnell fahren
  • auf einem kirschbaum sitzen und erst wieder runterkommen, wenn keine kirschen mehr erreichbar sind
  • gar nicht in den spiegel schauen, den ganzen tag nicht
  • nachbarn die du scheisse findest sehr laut grüssen
  • nachbarn die du scheisse findest anstarren und nicht grüssen
  • einen zweig von draussen mitnehmen
  • träume bis ins detail erzählen am morgen
  • telefon aus
  • mit pflanzen reden