eine neue

routine beginnt. schulanfang fürs miamädchen. alles nicht so leicht, nette eltern, ja, immer nette eltern. tolle andere kinder auch, nur die lehrer mal wieder. ich mag das grundsätzliche über lehrer schimpfen garnicht. ich finde es gibt tolle lehrer und auch gute und auch tapfere. lehrersein ist nicht leicht und das können ferien und beamtendasein nicht aufwiegen denke ich. egal. warum haben meine kinder zum schulstart immer solche schrägen vom dasein abgefressene tüpen? hm?

ja, klar, ich kann mich nicht so gut lösen, das weiß ich schon. ich möchte dabei sitzen und sagen: so bitte oder so bitte nicht. das tu ich nicht und ich weine auch nur ein bisschen wenn ich das miamädchen abgegeben habe, wenn etwa ein kilometer zwischen mir und der schule liegt und ein paar stunden bis zum abholen, dann bin ich recht gelassen und mir schmerzt nicht das innere weil ich mich um mein kind sorge. beim abholen wieder. was allerdings jetzt immer der michel getan hat und ausserdem siehste die lehrer beim abholen ausm hort ja nicht. und hort ist ok. gut sogar.

aber schule. mit fachunterricht und so, ab jetzt täglich stundenlang. mit diesen lehrern? das miamädchen lernt da nix vermute ich mal. bisschen hier und da den dingen ausweichen vielleicht. sie ist eindeutig zu, ja was eigentlich? um daraus wirklich gut hervorzugehen. zieht sich zurück und kuckt. das handeln nach ausführlicher beobachtung das kommt bei mia einfach nicht. die gelassenheit von frau modeste die-kommen-doch-alle-irgendwie-durchs-abitur – die habe ich nicht. das miamädchen kommt ohne anschwung geben nicht weit. trotz förderlicher umgebung, nem hammergrinsen und echt voll netten vernünftigen eltern. aber, stop, ich meine die sind sozialarbeiter! sozialarbeiter! was willste da … ?

 

 

leicht zu lesen

ach ja bücher für kinder. tausende gibts. für kluge, lesefreudige kinder gibts alles und das ist gar nicht schwer, nur die schönsten rauszufinden, können kinder ja auch ganz gut selbst. aber für kinder, die 1. noch nicht lesen können und 2. schwierigkeiten haben komplexen geschichten zu folgen – hm?

meine tochter ist 6, bücher so für 4 jährige passen ganz gut. allerdings manchmal nicht so zu ihrer lebenswelt. sie mag alles mögliche aber dann weiss sie oft nach dem vorlesen: nichts. lauscht vermutlich einfach nur der stimme und denkt sich sonstwas. und ist nur verwirrt. ich dachte mal: märchen, aber auch die sind oft nix.

geradeaus erzählte, einfache geschichten. connie, he, meine freundin connie, geht ganz gut. wieso weshalb warum junior auch. aber wem hängt das dann alles aus dem hals, hm? denkt an: connie als junkie oder connie läuft amok oder alle klappen bei wieso weshalb warum abzureissen oder hintendran schwarz anzumalen – ja, das errinnert mich sehr an meine tötet-bobo-siebenschläfer-aufrufe vor einigen jahren. meine liste was geht:

  • axel scheffler / julia donaldson : mein haus ist zu eng und zu klein & für hund und katz ist auch noch platz
  • dolf verroen / wolf erlbruch : der bär auf dem spielplatz
  • gunilla bergström: willi wiberg
  • nina gruener / stefanie rausser / gertrud posch : lulu und pip
  • astrid lindgren : lotta
  • rose lagerkrantz / eva erikson: mein glückliches leben
  • ulf nilson / eva erikson / ole könnecke: als wir allein auf der welt waren
  • görel kristina nöslund: so ist der winter
  • oliver jeffers: steckt & rauf und runter
  • hans limmer: mein esel benjamin

entzückend für kleinere, also so ab zwei, ich muss es schreiben, weil es die absolut obergeliebten bücher waren (kamen gleich nach bobo siebenschläfer, den ich irgendwann sooo genüßlich ins altpapier, sonst würde ich heute noch mit bobo auf dem spielplatz, im kartonzug … na, egal)

  • komako sakai: so schön wie der mond
  • michael gay: eine dose kussbonbons

und von komako sakai gibt es noch ein buch das heisst: mami ich mag dich… oh, wie mia es geliebt hat mich mit ihren kirschaugen anzublitzen und laut …. NICHT zu sagen! finde es ein tolles buch für kinder die dabei sind, sich ihrer selbst bewusst zu werden, das vielleicht eigentlich gaaanz still und leise tun und – wie das miamädchen – keine ausgeprägte ICHICHICH und trotzphase haben. was das für ein schritt war für das miamädchen ….NICHT! zu mir zu sagen.

na aber am ende: das kind hat ein paar schöne bücher, aber soo viel habe ich durch ein bisschen rumstöbern gar nicht gefunden –

 

ende

der ferien.

volle busse. strassen. schule!

als kind hab ich dem ersten schultag entgegengefiebert. endlich wieder alle sehen! quatschen. quatschen. quatschen –

heute hat sich das ein wenig verkehrt. ich sage hallo und tschüs und guten start! und lächle müde. hallo system! hallo waldorfkita (wir haben freitag immer kurzen tag, d.h. die kinder können um 13. uhr abgeholt werden! danach sind nur noch ganz wenige da…) ich möchte auch um 13. uhr abgeholt werden rufe ich! ich habe plötzlich das dringende bedürfnis mich zu verkriechen in kindheit und verantwortungsfreiheit. schnell nach hause & kaffee, bevor ich das kind heute noch vor dem mittagessen abhole  –

tschüs!

guten start!

und dann so in die woche rutschen

kind 2 heute früh: mama ist heute wochenende? oh, das schon nach einem tag normal und nicht-ferien. bringen holen planen bringen holen pläne verändern. und plötzlich elternabend! und doch: nach einem wochenende alleine weiß ich wieder wie schön für mich das leben als familie und mit kindern ist. das bringt was in mein leben was ich zuvor nicht hatte nicht kannte und auch nie kennengelernt hätte. puppen in jeder ecke der wohnung in tücher gehüllt und schlafen gelegt. wie kleine kokons. zum beispiel. eine seeehr lange auseinandersetzung zwischen kind 1 und 2 über werdarfsichaufdemwäscheberg und VOR der schublade anziehen – beobachten. mit dem miamädchen zur kita schlendern, über geburtstage reden und amfensterheutemorgen… singen. da werde ich ziemlich weich und rosa vor glück. hallo schöner dienstag!

mögen und

nachdenken über das kind und mich. und die beziehung zum kind. zu mir. was mein muttersein mit dem kind macht. was mein eigenes ex kind sein mit mir als mutter macht und mit meinem kind als kind und später –

kind zwo ist langsamer als andere kinder in ihrem alter. sie begreift dinge nicht, die andere kinder begreifen. sie zieht sich schnell zurück und wird still und unantastbar. und ich finde mich mit dem impuls sie zu beschützen – und dem gedanken, daß sie dinge durchleben sollte, dinge bewältigen lernen sollte und sich alleine zurechtfinden muss. nachdenken über das kind, was kann es, was will es, was ist mein anteil, was bei kind eins so leicht war, wird bei kind zwei schnell zum problemgewälze und dann beisst sich die katze in den schwanz: nimmt mir die unbeschwertheit – zu schauen und zu zeigen und zu unterstützen und selbst machen zu lassen. immer der graus: was passiert, wenn das kind aus der schutzzone elternhaus & kita herausmuss…

und: wie machen lehrerinnen das? wie gehen die mit kindern um die langsamer sind und oder kindern, die sie einfach nicht mögen? ich kann mir nicht vorstellen, daß lehrerinnen psychisch so geklärt sind, dass sie allen kindertüpen gegenüber offen sind. ich würde durchdrehen, mich machen manche freunde von kind eins schon WAHNSINNIG mit manchen dingen. und die sehe ich vielleicht einmal die woche. und muss mit denen gar nichts veranstalten. michel ist da viel lässiger. dass x immer der chef sein muß und y vieles vergisst und – solche sachen spricht er gleichmütig aus und begegnet dem auch mit wohlwollendem gleichmut. da hammers schon wieder.

ich. sollte mich geistigseelisch klären. aber: erst mal kaffee, damit kann ich zumindest ein klein bisschen klarer denken –

 

 

schule, mal wieder

heute ist die schulabsage für unsere wunschschule gekommen. zum glück ist das miamädchen zurückgestellt und wir haben noch ein jahr zeit uns die haare zu raufen und klinken zu putzen. die einzugsschule geht nicht. dummerweise. die schule von kind nummer eins geht auch nicht, weil sie keine kinder mit förderbedarf nimmt. und wenn, nicht in der lage ist, sie gescheit zu betreuen. wie der förderbedarf unseres kindes nach schulkriterien aussieht ist uns noch schleierhaft, da bisher unsere freundlichen fachleute uns „das verwächst sich“ und „alles nicht so schlimm “ geträllert haben und wir nun auf diagnostiktermine monatelang warten müssen. ja, ein wenig zeit ist noch bis zur schulanmeldung. es ist ein graus mit der einschulung. es ist ein graus mit den schulen, an die keiner will und mit denen, an die jeder will. bewerben, nachfragen, redenredenreden hat uns bei kind eins schon nicht geholfen – die wunschschule ist es dort auch nicht geworden. und würde er sich an seiner jetzigen schule nicht so wohlfühlen, wären wir schon längst auf der suche nach was anderem (naja, eine quereinsteigerbewerbung läuft, heimlich, und dann wäre es ja auch ganz nett und praktisch, wenn beide kinder auf eine schule gingen).

ok. erstmal die absage abheften. was überlegen ist dann nächste woche. und sorgen machen geht immer noch während des ganzen bimbams.