nochmal hören vorm einschlafen

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days go by

endlessly pulling you into the future –

wie ich diese platte von laurie andersson geliebt habe. heisst das stück white lily? vergessen. nochwas vergessen: tagebuch zu schreiben. ich erschrak bei dem gedanken, dass all meine gedanken sich in luft auflösen, selbst wenn ich vieles mitteile, erzähle irgendwem, so richtig bleibts mir nicht. zum beispiel: die ungeheuerliche liebe zu meiner tochter. oder wie das in diesem jahr mit dem kranksein ist. oder das gefühl das an mich selbst-vor-jahren-denken. es gibt vieles, das mag ich hier nicht beschreiben und das geht auch nicht unbedingt abends beim essen und wenn ich die freundin treffe, dann gibts wieder anderes zu besprechen. es braucht ein heft, einen ort und ein paar minuten ruhe für die niederschrift. lose zettel, ein foto zwischen den seiten und das gefühl, in zukunft zurückblättern zu können. oh. ich brauche ein tagebuch, unbedingt. wie konnte ich das vergessen?

von vor ein paar jahren

mehl sw3-21 10 09014mehl sw1-21 10 09036da singe ich den tag über puppet on a string vor mich hin und finde dann am abend michels fotos von den riesen. so zauberhaft & überwältigend war das. ein sehr kalter tag? ein sehr heisser tag? die leute sehen aus, als sei es kühl und zugig gewesen. vielleicht war es das. mit offenem mund nach oben kucken über eine freie fläche in der stadt laufen. frieren und jammernde kinder. noch schnell das kucken und dorthin laufen. irgendwann bin ich nachhause, noch vor der abschliessenden begegnung der riesen. warum eigentlich? weil mir kalt war?

verpasst

habe ich agnes‘ strände auf arte heute. weil ich mit den kindern eingeschlafen bin. mist. na, ich habe die letzten zehn minuten gesehen und diese beschwingte stimme gehört! agnes varda, eine meiner heldinnen. lange her, vogelfrei habe ich zum ersten mal im tv gesehen, es kam spät, ich habe noch bei meinen eltern gewohnt, was hat dieser film mich bewegt und die bilder haben mich laaaange begleitet. lange her lange her lange her. der film über gärten an der cote d’azur, den habe ich kürzlich erst gesehen, naja, vor ein paar jahren, er kam im kino irgendwo. er ist köstlich. wie die gartentore sich schliessen. diese himmlische stimme.

so flüchtig ist der augenblick

gerade die meute zum bahnhof gebracht. nun bin ich ein paar tage alleine, ganz überraschend, ein wochenende ist mit dabei. gerade sass die familie noch im auto, schon sitze ich alleine drin, werfe die zeitung auf den beifahrersitz, schiebe das parkticket in den automaten, fahre nachhause. keiner da. eben noch haben die beiden kinder „ressli“ gespielt aufm küchenboden (wrestling, ja, und einmal gerangel ohne tränen nur mit gekicher) und plötzlich: nichts. die brodelnde espressokanne und ich. macht mir angst, macht mich demütig und dankbar. die augenblicke, die so schnell vorbei gehen. sie zu geniessen, sie auszukosten, aber nicht festhalten zu können. nienienie. oh herbst. wachen, lesen, lange briefe schreiben und in alleen unruhig wandern –

jaja, die meute kommt nächste woche schon wieder und ich werde dieses alleinesein mordsmässig geniessen, zu mir kommen, die kinderkommoden streichen, bilder überm schreibtisch aufhängen, aufn flohmarkt gehen, ins kino am nachmittag, betten beziehen, apfelmus kochen, na, undsoweiter. jetzt erstmal kaffee und zeitung.

*das foto habe ich bei http://www.weheartit.com gefunden. beim draufklicken kommst du zur quelle.