heisse luft

na der titel passt nicht so ganz. auch windbeutel triffts nicht. mir fällt jetzt nichts ein auf die schnelle, und ich will nur schnell abkotzen vorm schlafengehn.

es geht um ein neues schnellresto in neukölln. ganz schön aufwendiger umbau einer ergopraxis und das konzept: japanische suppen, salat, ein paar reisgerichte und zwei varianten gyoza. schnell und mit frischen zutaten und nudeln aus der nudelmaschine hinterm tresen. klingt lecker und schmeckte auch zum teil ganz gut. leider sind die bilder auf der karte völlig irreführend, die einzelnen bestandteile sind sichtbar, dann später im gericht nicht mehr und die grössenverhältnisse stimmen auch nicht:  das rindercurry ist eine dicke pampe und schmeckt nach currypulverpampe mit verkochtem reis, fleischanteil auf dem foto: etwa 1/5tel der mahlzeit. in der schüssel dann ein paar, vielleicht fünf hauchdünne 20centstückgroße fetzen. die ramen suppe war gut, allerdings ausser nudeln und ein wenig seetang und rettich zur deko keine weiteren inhaltsstoffe, hach, auf dem bild über dem tresen… die gyoza varianten (tofu und mit fleisch) waren okeh und dank der leckeren sossen lecker. der hammer war der seetang salat: eine mittelgrosse schüssel gemischter salat mit rettichstreifen und einem eßlöffel seetang. die richtige bezeichnung wäre: kleiner gemischter salat mit seetangdekoration. nun gut. der laden brummt und passt zu den leuten die ihn benutzen, ich habe mich hier mal ausgelassen und lasse diese imbissbude zukünftig links liegen.

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maientag

IMG_9345IMG_9338IMG_9346ein perfekter tag fürn rummel: blauer himmel, sonne, die in alle richtungen blendet und aus allen richtungen musik und spitzen gewinnansagen. nur schade dass der michel und ich nix gefahren sind zusammen. ich wollte nicht hoch und er nicht schnell. die kinder wollten alles. hamse bekommen, klar.

kiffend zur schule bringen und alarm!

bindehautentzündung! ich habe augen wie ein molch, na, ein kranker. weil, ein molch hat vermutlich ganz klare augen. die kinder sind so an der grenze, nix suppt und klebt aber irgendwie sehen sie auch nicht gesund aus. mit bindehautentzündung darf das kind ganz entschieden nicht zur kita. ah, vielleicht morgen. ich versuche mich zu tunen und denke, das täte mir auch gut, mir brummt der kopf, hals tut weh, bellender husten… naja. heute früh beim kind eins zur schule bringen an einem vater vorbei (andere schule, puh), joint zwischen den lippen. das kind an der hand ganz gemütlich die strasse lang. das nenn ich gelassen. ob ich mir von dem ne scheibe abschneiden könnte, ich meine von dieser haltung? ich rauch meinen joint, ich bring meine tochter zur schule, wo ist das problem?

hmja

sie sitzen auf der brücke, sie sitzen im rinnstein, zwischen parkenden autos. geschmückt, duftend. ja, sie haben sich schön gemacht &  trinken, reden, strahlen. die brücke ist die brücke zum verheissungsvollen nachtleben im anderen viertel. ich war perplex als ich gestern nacht dort lang fuhr, die aufregung war spürbar, parfüm in der luft, die kneipe am eck leer, weil alle im rinnstein sassen und mit der kneipe am eck auch nichts anfangen können, okeh. ich habe mich von all dem sehr weit weg gefühlt und war froh als ich in meine völlig unspektakuläre ruhige strasse einbiegen konnte. dieser hype hier geht mir einfach auf den sack, kann das partyvolk bitte schnell eine andere ecke finden!  wie lange dauert es bis die szene weiterzieht, drei, vier jahre?

eine andere sache: der heute früh staubsaugende freund. immer wieder nervtötend. nun gibt es eine regelung: die person, die nicht putzt muss raus. spazierengehen oder irgendwas. idealerweise die kinder mitnehmen. ob wir im nächsten schritt einen putzplan machen?

es regnet. das ist gut so. es ist ein pisstag, aber die hoffnung, dass mir (und nur mir) morgen die sonne lacht, gebe ich  nicht auf. cheerio!

le long weekend

ah! drei tage frei, mit sonnenschein. zum ersten mal im freibad, das so erstaunlich leer war, dass meine mitschwimmer immerzu sagten: wie leer das ist und ich immerzu antwortete: weil die leute in neukölln ende des monats kein geld mehr haben! wie du siehst, beschwingte unterhaltung! am nächsten tag zum ersten mal auf dem karneval der kulturen, nach über zehn jahren in berlin. habe ich das mittlerweile begriffen, dass viele viele verschiedene menschen in berlin leben. als ich hier ankam dachte ich nur: he, hier, kultur im plural? eisbein und döner oder was? kam ich doch aus frankfurt und war täglich mit der tram nummer 13 gefahren, hin- und her. da dachte ich: karneval der kulturen, ph! täglich mit der dreizehn, DAS ist was! nunja. am strassenrand gestanden und rumgewippt, wirklich nett, die kinder standen mit offenen mündern und reagierten nicht auf winkende sambatänzerinnen, null. lev war total enttäuscht („ich bin total enttäuscht!) als wir nachhause gingen, eigentlich wäre er so gerne mitgelaufen. ab in den karnevalsverein, mein sohn! heute wieder schwimmen, aber am see in brandenburg. plötzlich tauchte die freundin einer freundin auf, die ich eigentlich schon ewig kenne, auf vielen parties gesehen und auch gesprochen. und die mich auf der strasse immer ignoriert. durch mich durchsieht. mich wahrscheinlich wirklich nicht erkennt. heute habe ich es ganz lässig geschafft, sie nicht zu sehen. das war toll. (auch der käsekuchen später in irgendeinem strandcafe und ins wasser hüpfen und im grünen gras liegen, ganz toll)