ferien

what a wonderful weekend das war! alleine, ohne kerl und kinder draussen im garten. lesen, radio hören, wasser aus der regentonne schöpfen, tapeten runterreissen, hacken, kirschen essen – und nix nix reden. zwei tage lang. nix. mich besinnen auf mich. und was ich mag und nicht mag und will und nicht will und bin und nicht bin – meine hände sind rauh und geschwollen und tun weh vom vielen werkeln. im auto talking heads und eine alte mischkassette mit thank god its friday und konstantin wecker auch. ja, ich mag den. hat jemand wecker wader vaterland gesehn? toller film. der katholik und der protestant. ich liebe katholiken und ich bewundere protestanten (aber auch nur manche, na, nur so nen ganz bestimmten tüp).

zurück in der stadt schnell auf den flohmarkt, oh, dressing up for flohmarkt, was leute! bin schnell durch und dachte, das ist mir zuviel, ich kauf hier nix, dann über ein riesengrosses feines altes leintuch mit mörderspitze gefallen und ein shirt und einen krug für mias müsli und ein brettchen – oh, schnell über den flohmarkt mag ich, halbe stunde, stunde, wenns sich ergibt noch nen kaffee. mit den wochenenden im garten sind diese sonntage jetzt selten. egal, heute, dieses wochenende, allein, das ist ein geschenk. ein ganz großes.

zuhause geputzt, so gründlich wie nie, ein glas johannisbeermarmelade gekocht, eine geraucht und an nix gedacht, himmel über der wüste gekuckt, ah, was ein film. ich hatte mal das buch, wo ist es, das wäre was für die ferien. the sheltering sky.

schöne woche euch dort draussen!!

müde und

sentimental. die vergänglichkeit und das denken daran macht mich völlig fertig. rückblicke. alte fotos. geburtstage.

hier ist heute fete de la musique, eine tolle sache, aber ich fand sie fad & blutleer. vielleicht war ich auch zur falschen zeit unterwegs und JETZT ist alles spitzenklasse.

ich kann jetzt einen zopf tragen. und ich schaffe es auch, ihn selbst zu flechten (ich bin so schlecht im flechten)

die wundervollsten sommerschuhe bei elephantine gesehen. ich will sie haben. und clogs fürn herbst dazu.

stricke matten für die betonterrasse am gartenhaus und freu mich aufs renovieren dort

das renovieren in der wohnung wird noch ein wenig dauern und wird oh so groß! und ich weiss nicht ob ich mich darauf freuen soll –

es sind ferien!

mixed up

IMG_9921fdaösjfklii  hier ist alles ganz schön durcheinander. wohnungschaos, ein kranker freund, der wie ein irrer tapete runterreisst, versuch, ein wirklich gutes geburtstagsgeschenk für eine freundin zu finden, das kind in der musikschule anmelden und das andere zum sport oder einfach garnix, zettelberge überall, garten hin und garten her und viele taschen, flohmarkt, bitte flohmarkt, immer wäsche waschen, täglich, ja. dann noch: die hoffentlich letzte wurzelbehandlung und eine neue brille. hat beides ein vermögen gekostet und ich weiss, jetzt kommen die kauf-nichts-gar-nichts-tage. ab hmhmhm morgen. übermorgen. die kinder sind so süss dass ich sie fressen könnte, lev hat geweint, weil der inhalt des starwarskartenpäckchen so enttäuschend war, bitterlich geweint. das miamädchen fährt nun einhändig rad, sie sagt freihändig und streckt die eine hand zur seite, den zeigefinger in die luft gereckt. mit der netten nachbarin habe ich neulich mal endlich wieder länger gesprochen und das leckerste an einem sommernachmittag ist ein espresso mit einer kugel haselnusseis. heute bin ich u-bahn gefahren und habe vibriert, ist das sozial dicht! ich bin ja sonst nur mit dem rad unterwegs, plötzlich sitzen so viele fremde menschen dir gegenüber oder neben dir, ganz eng. komisches gefühl war das. ich habe wieder gute vorsätze wie sachen nähen und überhaupt: sachen selbermachen aber davor endlich mal fussbad und schöne fussnägel, und falken ist schön zu lesen, frisör…. (aaah! ganz plötzlich werde ich ganz schrecklich müde. gute nacht)

was ist nun mit

den vorsätzen? oder sinds einfach nur wünsche ? es möge bitte bitte nicht so anstrengend werden wie das vergangene. vorsätze wie: nicht rauchen.  mindestens ein beschwingtes lieblingslied möchte ich haben, durch die stadt streifen mit zeit und muße, krieg und frieden möchte ich lesen, aber das scheitert gerade daran, dass die ausgabe die ich möchte nur bei amazon verfügbar ist, andere großhändler haben wohl nix vom nachdruck abbekommen und einer meiner vorsätze: nicht mehr so viel im internet, mehr in schrabbeligen läden kaufen. und secondhand sooft es geht. überhaupt: der konsum: kontrollierter. aber vorher noch eine richtige hasenlampe. aufmerksamer sein, freunden gegenüber, ach, allem gegenüber. das setzt ausgeschlafensein voraus. und wenig bis keinen alkohol über eine laaange laaange zeit. kaffee nur noch aus dem café nebenan. girlanden basteln, endlich anfangen zu nähen – eine schule für kind zwei suchen die passt und die auch einen platz für das kind hat. eine wohnungsveränderung hin zu: irgendwie grösser und ein bad mit fenster und michels toller schrank in der küche. nach england fahren, zweimal und ein paar schöne sommertage irgendwo, das wäre schön. konzentrierter sein, das passt zu aufmerksam sein. meinen job gut machen. eine schöne grafik für die wand im schlafzimmer finden. five go mad auf dvd finden, haben, und einmal pro woche schauen bis mirs ausm hals hängt. und eine party, irgendeine, hier zuhause oder im park vielleicht?

2012 plus & minus

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war ich dieses jahr im tempodrom oder wars im vergangenen? was war in diesem jahr? der schnee im dezember ging mir auf die nerven, mächtig. ich fühlte mich immobil, verlangsamt. kein schöner ostwind und hoher himmel, alles in grau und mit dem rad gaaaanz vorsichtig durch den knirschenden schnee. manchmal gesungen, meist wenn die kinder mit aufm rad saßen.

wenig tolle bücher gefunden in diesem jahr: meine favourites: olga grjasnowa: der russe ist einer der birken liebt, schönes trauriges grossstadtleben, jung sein und für mich: erinnerung an frankfurt am main. jeffrey eugenides: die liebeshandlung: ein superschmöker, gute unterhaltung. caitlin moran: how to be a woman: ein großer spass zu lesen und eine wohltat auch, habe mich aufgehoben gefühlt, sehr. sofi oksanen: fegefeuer: auch ein eins a schmöker, aus einem mir sehr fernen land. dann: david trueba: die kunst des verlierens: zum ende des jahres endlich ein buch, das nicht nur gute unterhaltung war, sondern mich auch bewegt hat, mich täglich begleitet hat und ich täglich zumindest zwei seiten lesen musste. na, das wars schon. der rest war: mist. oder nur angelesen und am ende irgendwie fad. puh. liegt das auch daran, dass ich in diesem jahr nicht in ferien war oder einfach nur einen kopf für leichte unterhaltung hatte?

ferien. na, doch, zwei wochen in portugal. im regen. in einem haus in den bergen, das sich schlecht heizen liess, und wir alle rochen wie aus der räucherkammer. ferien von den kindern und michel für ein paarmal ein paar tage. alleinesein zuhause und mit mir sein. schön war das. aber nicht vergleichbar mit den letzten jahren in denen ferien wochenlanges rumstromern in südeuropa waren. die ferien sind nun, mit einem schulpflichtigen kind, die schulferien. sie werden nun, wegen des geringen einkommens, meist zuhause oder bei oma und opa verbracht. das ist mal okeh, frustriert mich aber auf dauer, das ahne ich.

wichtige dinge 2012. die zahl war schön, das jahr hatte was bedeutendes, schweres. nicht besonders schön, nicht glanzvoll oder irre lustig, oder gut lebendig. ein wundervolles wort entdeckt: nitwit. ich dachte, es schriebe sich knitwit, gestrickter verstand, hach, eine engländerin die ich getroffen habe, sagte nein, nit wie nisse, aber dann stellte sich heraus es kommt aus dem mittelhochdeutschen nit als nichts. mein wort des jahres.

den alten job sein gelassen, einen neuen angefangen, das war sehr wesentlich. darüber lange lange wochen an rückenschmerzen abgebüßt und neue falten bekommen und lange haare. nicht in england gewesen. nicht tanzen gewesen & wieder nicht zum frisör gegangen. oder doch, mal für zehn euro, okeh. kind eins kam in die schule, ich habe geweint ob der trennung und des scheiss frontalunterrichts und kind zwei bleibt schwierig und seelenvoll im umgang.

was noch: ich habe endlich gummistiefel, schon immer wollte ich schwarze gummistiefel bis unters knie und mein freund hat meine wanderschuhe verkramt, und ich frage mich, wieweit dieses verkramen absicht ist… hm. einen schönen geburtstag hatte ich dieses jahr. auf dem land mit freunden und kindern, herbstwetter und ein fuchs der am morgen durch die wiese ging. ein paar lieblingslieder hatte ich, die mich wochenlang begleitet haben: michael kiwanuka, tell me a tale. lykke li: i follow rivers. wild belle: keep you. und james yorckston gehört mal wieder, die musik zu der lev immer wunderbar eingeschlafen ist als baby. ich habe immer noch nicht fotoalben für das erste lebensjahr der kinder angelegt, aber immerhin einen ordner im computer dafür. der ordner ist leer. meine nähmaschine ist noch unbenutzt und gestrickt habe ich auch nichts (doch: eine unbeholfene mütze für den freund!). ich wollte immer mal armstulpen häkeln wie sandra juto, aber wahrscheins kauf ich mir im nächsten jahr mal welche. das datum 12.12.12 hat mich sehr gefreut und in diesem dezember bin ich insgesamt eher schlecht gelaunt und ängstlich und denke das wort vergänglichkeit in endlosschleife. für ärztliche zusatzversorgung habe ich in diesem jahr recht viel geld ausgegeben. ich bin dem alter ein stück näher gekommen.

tina

ich hatte ein so schönes foto, das ich hier anfügen wollte, es heisst tina. ich habs verloren in den tiefen meines computers, daher soll mein morgendliches geschreibe, das von nichts wesentlichem handelt, den namen tina tragen. der name ist allerdings (natürlich!) wesentlich. für mich extrem positv. ich hatte mal eine kollegin, die hiess tina, sie war die coolste. gaanz feinen humor, eine ruhige norddeutsche person mit ganz wunderbarem vokabular. sie rauchte selbstgedrehte und hatte ne schwalbe mit der ich sie leider nie habe fahren sehen. das war tina. heute lebt sie irgendwo in noooddeutschland und ich denke mal, sie ist glücklich! und die leute, die mit ihr zu tun haben auch. hallo tina!

heute ist eher ein bruno tag oder ein manfred tag. ein frauennamen fällt mir dazu nicht ein, handfest-hibbelig-schön müßte er sein. frühstück mit zuckersüssen kindern, gaaanz früh zu schule und kita, wir lagen vor madagaskar singen aufm weg, dann auf die kohlemänner warten und sie kamen mit ihrem uralten weinroten transporter, zwei schöne männer mit schlechten zähnen und schwarz staubig. und da denke ich an berlin alexanderplatz und dass das schönste am alexanderplatz, die zitate aus berlin alexanderplatz an einem gebäude, seit einiger zeit nun weg sind. ich fand das eines der schönsten dinge überhaupt. auf einem grauen plattenbau in grauen grossen buchstaben ein zitat aus berlin alexanderplatz, ein zitat an einem gebäude an einem platz, das diesen platz beschreibt, aus einem buch, das heisst wie dieser ort, hach! ich könnte heulen. nur fast, aber echt, es rührt mich so ungemein. und es ist so ungemein scheisse ätzend, dass dieses zitat nun weg ist. das haus steht da noch in strahlendem grau. ping-pong auf dem haus des lehrers war auch cool, ja. schöne erinnerung aber der muss man nicht nachheulen.

sonst: draussen gold, schnell ein kaffee, dann los, schönen brunomanfredtinalottetag

und es war sommer

jetzt aber: herbst und ich habe schnupfen, schnipp, plötzlich läuft die nase. nach tagelangen kopf, hals, gliederschmerzen, läuft nun einfach die nase und der rest des systems ist wieder okeh. bis auf die rückenschmerzen, ist das old age oder komisch bewegt oder eben viel zu wenig bewegt? eine kindergartenmutter hat mich heute angesprochen, ob unsere beiden töchter sich nicht mal nachmittags treffen könnten, das wäre gut. sie könne aber nur mittwochs. mittwochs können wir nicht sagte ich und sie hatte sofort so ein beleidigt enttäuschtes gesicht. ich wollte weg, weil eine freundin an der ecke wartete und sagte, ich habe es eilig, weil – da fragte sie wieder: was machen wir jetzt? lass uns telefonieren, nach den ferien, ja? wieder dieser blick. ich weiss nicht, ob ich will, dass unsere töchter… zumal das nur eine verständigungsangelegenheit ist, vermutlich weil die beiden sich in der kita ordentlich beharken. bisher mochte ich immer die eltern der kinder, die meine kinder mochten. was tu ich nur wenn nicht? na, kind nummer zwo wird ja auch grösser, so dass ich nicht immer mit muss, das ist die lösung. abwarten. nicht anrufen. genau so wollte ich auch meine rückenschmerzen verschwinden lassen: abwarten, bisschen gymnastik. war aber nix. jetzt kann ich mich nicht einmal mehr bücken, kein rad abschliessen, nix aus dem kühlschrank holen. na bombe. ich war in der bücherei und da fiel mir ein, dass ich die bücher gar nicht tragen kann, die ich mir ausleihen wollte, so ein käse. in der brigitte sind die zwanzig besten romane drin, wo ist denn die brigitte, wo sind die romane oder einer davon zumindest? ich kuck mal. jetzt habe ich gekuckt. was sind das denn immer für romane. ich will keinen davon lesen. wenn die nacht am stillsten ist vielleicht weil das cover mir gefällt. sonst will ich lesen: sandberg von joanna bator, das gibt es bald als taschenbuch. mit bücherherbst hat das nichts zu tun, aber das cover sieht nach sommer aus, was habe ich im sommer gelesen, wenig, nichts was ich hier erwähnen müsste, naja. hatschi.