bruchstücke und

20160703_125656wieder dankbar und so froh so froh in berlin zu wohnen.

und in meiner kleinen welt, die defintiv kleiner als kreuzberg ist

vorsätze, ja. gerade weil ich etwas ins neue jahr gestolpert bin dieses mal. kein rückblick ausblick abend mit freunden. irgendwie so ein beliebiger mit ein paar raketen und rotwein. alles ok, aber nun merke ich ein paar tage später, dass was fehlt. als gehörte silvester zu meinem biorythmus, der nun ganz durcheinander ist.

vorhaben.

aus dem neuen job ist flugs schon wieder nichts geworden, aber ach, ich nehme es leicht dieses mal. ich hatte mich gefreut. ich habe geschwiegen. ich habe meinen freund belächelt und als unke beschimpft, weil er immerzu sagte, bevor du nur mündliche zusagen hast – tu nichts. ich habe nichts getan, ich habe geschwiegen, aber mich heimlich gefreut auf den abschied von der momentanen tretmühle.

nun also im neuen jahr: weiter nach einem schönen job suchen. bis dahin immer schön ferien machen, denn das geht bei meinem jetzigen arbeitsplatz so ausgesprochen gut!

arztbesuche erledigen und nicht aufschieben.

mehr schöne musik hören. ich habe dieses jahr wieder mit dem neujahrskonzert in der volksbühne begonnen, für das ich jedes jahr so unglaublich dankbar bin, was mich jedes jahr so glücklich macht – dieses jahr leider nicht. ich war dort mit meiner liebsten freundin, aber das konzert war fad. die musik ganz schön zuweilen, aber das gequatsche der sängerin hat dem ganzen jegliche tiefe genommen –

meine haare kurz. ich glaube es ist zeit. vielleicht seh ich dann aus wie eine vierzig plus mit praktischer frisur, egal. ich hab die matte satt.

mehr sagen was ich denke und fühle. ein großer punkt. ich brauche meist ziemlich lange bis mir klar ist, was ich denke und fühle und das dann in sprache umzusetzen dauert auch. aber ich werde mich bemühen. ich glaube, ich kann das lernen.

fotos. mich durch die abgründigen gegenden der stadt fotografieren. neulich war ich z.b. in biesdorf am u-bahnhof. das licht war toll. eine brache, container voll graffiti, futterhaus tiersupermarkt… wunderschön!

briefe an meine kinder schreiben. für später.

ein bessrer mensch würde ich, könnte ich all dies umsetzen. und die dinge aus den alten listen. demnächst kuck ich die mal durch.

heute, hier & jetzt, januar 2017

schnee

das mit dem mehr rotwein trinken wird nichts mehr

lustiger und gelassener sein. bemühe ich mich immerzu. leider bin ich viel zu grau und oft miesepetrig auch.

weniger zucker, das geht ganz gut. ich esse ohnehin nicht so schrecklich viel zucker. ich trinke kaum softdrinks, mag kein obst, und die meisten backwaren (ausser tolle kuchen und torten, jaja, aber die sind mir meist zu teuer für so flüchtigen genuss) schärfen mich nicht. aber jetzt fahr ich den zucker runter. angeregt durch allerlei bücher aufm markt, klar. die kriegen mich.

stricken. wolle beim schäfer besorgen für einen mantel fürs miamädchen. a-form, kapuze, reissverschluß. und andere sachen stricken.

nähen. nach dem ravensburger hippieheft.

joggen, manchmal. dasselbe mit: gymnastik, yoga, aerobic mit anzug in türkis mit pink.

nicht mehr am schreibtisch/mit den kindern/ in der u-bahn einschlafen, es vielleicht einfach ma mit speeeed probieren?

 

 

 

 

 

gegen ende

IMG_3520des jahres doch noch eine liste, also eigentlich will ich mal die alte wie-ich-ein-besserer-mensch-werde liste finden und durchsehen. wieviele punkte wohl noch aktuell sind? würde ich das nicht daran merken, dass mein leben bunter, praller, schöner, runder ist und ich viiiiel glücklicher als zuvor?

bin ichs und kann das nur gar nicht vergleichen. weil ich bin  wirklich vergesslich. ich bin vergesslich wie ein adhs kind. stimmungen vergesse ich. was ich gesagt habe vergesse ich. was leute gesagt haben vergesse ich. verliehenes vergesse ich. orte vergesse ich. dinge dinge dinge –

und dann, klar manche dinge: elefant.

aber die liste. ich kuck jetzt mal nach. reduzieren. neu machen. verändern. das schreibe ich immerzu in regelmässigen abständen. gerade vor einem halben jahr zum beispiel habe ich die olle liste durch und was ich dazu geschrieben habe das passt auch jetzt ganz gut. ich könnte ja nur noch eine riiiiesenaufzählung machen von irgendwas und dann nur noch in regelmässigen abständen kommentieren und aktualisieren.

ich fange einfach heimlich an. jetzt gleich. gute nacht. guten rutsch.

 

 

was zu lesen

selten, dass mich ein bücherstapel so entzückt. die warten alle auf mich und, ja, es wird schwierig zu entscheiden, welches das nächste sein wird. ich lese nicht parallel. das ist mir das leben schon zu sehr.

img_0482löwen wecken habe ich mir gestern im vorübergehen gekauft. endlich eines aus dieser wunderhübschen kein&aber serie mit dem bunten schnitt. auf gehen freue ich mich, seit ich den ersten abschnitt in wider die kunst von diesem autor gelesen habe. untergetaucht mag ich mit kind eins lesen, ein wenig zumindest, ich weiss noch nicht, inwieweit es für ein kind taugt. aber das kind ist derart ergriffen von den stolpersteinen, dass ich denke, das geht schon. eine junge frau versteckt sich und bewegt sich in einer anderen zeit in den strassen, die wir heute entlanggehen. liberty, das ist ein experiment, könnte auch öde sein, ich bin mir trotz des immer wieder hineinlesens noch nicht sicher. geschichten, zwei hammer nicht-romane, einen erzählband auf den ich sehr gespannt bin seit noviolet bulawayo wir brauchen neue namen fing afrika (ok im exil) erst auf meiner literarischen landkarte an zu existieren. euphoria weil ich mit dem ethnologiestudium ganz fix gescheitert bin und ein krimi falls ich doch nichts weiter brauche –

oder vermag.

ich habe einen schönen morgen. kaffee, ein wenig arbeit, you want it darker und an tod und vergänglichkeit denken (ohne schrecken). so kann das jahr weiter/zuende gehn.

i’ll never be bastelmutti

es wäre einfacher, ja, einfacher. hätte ich zarte hände mit denen die engelchen für den weihnachtsbasar luftig und zauberhaft gelingen. dann müsste ich mir meine dicken ungetüme jetzt nicht selbst an den baum hängen, weil sie keiner gekauft hat. obwohl, eigentlich sehen sie ziemlich cool aus. nicht nach hingebungsvoller bastelmutti, okeh. aber nach hammer engelenergie.

und heute thema rührteig. fällt das auch unter bastelmutti. ich mag dieses wort. bastelvati, das ist was anderes, ja, danke, ich bin voll im geschlechterszuschreibungsding. mir egal jetzt. ich backe IMMER die kuchen für geburtstag und so weiter. und ich mag backen nicht. es strengt mich an. der süsse geruch auch. und ich kann ausser käsekuchen einfach nix. heute: verschiedene rührkuchenrezepte. rührkuchen ist waterloo in my kitchen. ein schokodings was muffins werden sollten und dann fettige krümel wurde und mit mehl und noch sachen dann ein trockener schokokuchen, schulklasse, geht klar, hier habt ihr euren schokokuchen. und für die allergiker was mit banane und habvergessen was noch. ein kleiner fladen. einzig der zitronenkuchen ging ganz gut. er ist viel zu süss und obwohl ich die schale von vier zitronen und massig saft drin habe, schmeckt er einfach nur süss. aber lecker sieht er aus, immerhin. hortleute, ich mag euch, hier zitronenkuchen. ich mach gleich noch mal eben eine glasur mit viel zitrone oder soll ich gleich gelbe farbe nehmen, damit das mal knallt und nicht so ökig daherkommt alles. ach. das hilft nichts. backen macht mich fertig.

ob die dankbarkeit ob der süssigkeit im unterricht der kinder ausreicht, dass sie diese kuchen essen ist fraglich. ach je. ich könnte jetzt noch ein bisschen rumjammern aber eigentlich möchte ich weiter blogs von jungen feministischen strickenden müttern lesen. ist miles away von meiner lebenswelt oder besser einige jahre trennen uns. ach mist, nee, der zuckerguss wartet. und das bett ruft. beeetty! ein wenig hört es sich an als würde das bett sich selbst rufen. also heute abend ist hier echt was los –

hallo dezember!

WP_20160525_13_02_26_Prodiese rot-grüne dekoration allüberall geht mir auf die nerven.

tannenzweige okeh, wachskerzen, flackernde lichtlein, jaja, alles in ordnung.

zum glück regnet es heute und ist ganz mild. und ist ganz normal draussen. nicht so brrr, ende des jahres, wir freuen uns, schauen zurück, sind voller zuversicht, ohne hoffnung, mit vergnügen, kauflustig, oder unlustig so allgemein. bäääääh! dezember! geh schnell bis zum letzten tag, mit sekt und knallern. ich freu mich drauf!

 

nur so

kram. ganz schön. ich schleiche dieser tage leicht depressiv, schlechtgelaunt durch die strassen aber dann stimmt mich ein sonnenaufgang wie heute früh doch irgendwie mild und froh. fröhlich wäre zu viel. eher sanft. und ein bisschen langsam. komm ich eben zu spät. laufe ich noch einmal durch die wohnung, die so schön ist, weil mal wieder ausgemistet, geputzt und umgestellt. und das licht dazu! gehe ich doch unter die dusche, weil das duschgel so fein duftet und ich genau so in den tag möchte. nach draussen, in die mich etwas überfordernde welt.

ich lese ein gar wunderwundervolles buch: thomas espedal: wider die kunst. was ein hammer. iris radisch hat eine schöne kritik geschrieben in der zeit über ein andres buch von ihm, das kommt als nächstes dran. diese sprache ist so schön und klar und bewegend, ich könnte weinen vor glück bei manchen sätzen. erinnere mich an gedichte von john berger und eine lesung mit ihm, wo er sich auf einen stuhl gestellt hat. ich weiss nicht mehr weshalb.

und jetzt raus, ein wenig nach unten kucken, nur auf meinen weg, summen.