mai plus

wilder wolkenhimmel +++ besuch besuch! +++ nicht so nervös wie erwartet beim vorstellgespräch +++ zuversicht bzgl. jobwechsel +++ wiesenblumen +++ erdbeerjoghurt +++ neonorange +++ neue sandalen +++ orangene socken +++ goldglimmerbodylotion +++ ringelshirts (fürimmer) +++ die eigenen kinder einfach schrecklich süss finden +++ zweimal auf’m rummel +++ dass lev nina hagens aufm rummel vor sich hin singt +++ bunte neonleuchten in parkbäumen +++ freibad +++

mai minus

mich gehetzt fühlen — gehetzt wirken — gehetzt sein — pleite sein — mich vor telefonaten drücken — die schulfrage — kitagespräch über kind 2 — komische leberflecken — nix zu lesen — abends nur noch zu abhängen in der lage sein — fiepsen im ohr — die hausärztin stellt um auf privatpatienten — freundinnentermine verschieben — kaffee entzug —

neue kinderbücher in da house (zwei)

Heule Eule - Friester, Paul; Goossens, Philippe

phillipe goossens, paul friester: heule eule! die ein tier begegnet anderen tieren geschichte, aber soo nett und bloss nicht die letzte seite zuerst lesen! ab zwei oder zwei bis drei.

Nisse am Strand

die nisse bücher sind alle toll, am nettesten finde ich: olof und lena landström: nisse am strand. nisse fährt mit seiner mutter an den strand. klare bilder, kurze texte. schön für die ferien, auch ab zwei oder einen tick später.

le long weekend

ah! drei tage frei, mit sonnenschein. zum ersten mal im freibad, das so erstaunlich leer war, dass meine mitschwimmer immerzu sagten: wie leer das ist und ich immerzu antwortete: weil die leute in neukölln ende des monats kein geld mehr haben! wie du siehst, beschwingte unterhaltung! am nächsten tag zum ersten mal auf dem karneval der kulturen, nach über zehn jahren in berlin. habe ich das mittlerweile begriffen, dass viele viele verschiedene menschen in berlin leben. als ich hier ankam dachte ich nur: he, hier, kultur im plural? eisbein und döner oder was? kam ich doch aus frankfurt und war täglich mit der tram nummer 13 gefahren, hin- und her. da dachte ich: karneval der kulturen, ph! täglich mit der dreizehn, DAS ist was! nunja. am strassenrand gestanden und rumgewippt, wirklich nett, die kinder standen mit offenen mündern und reagierten nicht auf winkende sambatänzerinnen, null. lev war total enttäuscht (“ich bin total enttäuscht!) als wir nachhause gingen, eigentlich wäre er so gerne mitgelaufen. ab in den karnevalsverein, mein sohn! heute wieder schwimmen, aber am see in brandenburg. plötzlich tauchte die freundin einer freundin auf, die ich eigentlich schon ewig kenne, auf vielen parties gesehen und auch gesprochen. und die mich auf der strasse immer ignoriert. durch mich durchsieht. mich wahrscheinlich wirklich nicht erkennt. heute habe ich es ganz lässig geschafft, sie nicht zu sehen. das war toll. (auch der käsekuchen später in irgendeinem strandcafe und ins wasser hüpfen und im grünen gras liegen, ganz toll)

frühling!

ein paar sachen vom wochenende: grünweiss! und bambi wegen am waldrand unter einer eiche liegen. die schwiegermutter kam mit kuchen und heute früh habe ich endlich mal einen ersatzschlüssel für die wohnung machen lassen und ein neues buch gefunden: anne enright: anatomie einer affaire. über die erste seite bin ich noch nicht hinausgekommen, aber sie liest sich toll an. ausserdem fand ich “stumbling into motherhood” ganz klasse. und eine kollegin mit kindern hat gerade eine affaire, da wird getratscht und vielleicht kann ich mit anne enright perlen glänzen. oder so. später aber, die kinder sind so munter und gefügig heute, ganz unheimlich, wahrscheinlich werden sie nicht vor zehn schlafen, egal, später aber wird ferngeglotzt. ich habe gerade kommissarin lund zu gast. sie ist meine temporäre freundin, der bürgermeisterkandidat mein freund und ach, da finden sich auch andere gefährten. oder lampen zu bewundern. serienkucken ist eine komische & wohltuende angelegenheit. schöne woche an euch dort draussen!

it’s saturday

und der freund putzt und räumt. es ist anstrengend irgendwie. aggressives & vorwurfsvolles wegräumen: wozu soll DAS gut sein? (hello kitty döschen, waren mal bonbons drin). meine rache: heimlich die hässlichste basecap “2000 jahre würth” in grünweiss weggeworfen. ein paar klamotten bei humana für die hochzeit (nee, nicht meine) nächste woche klarmachen wäre doch entspannter gewesen.

vorüberziehende

danke für dieses wort liebe g.! in der zitty ist eine typologie der unbeliebtesten leute, haha! dachte ich, die ich diese und jene nicht mag und mal so mal so schimpfe und sicherlich auch mit der einen oder anderen gruppe überschneidungsflächen habe – oh, und es ist so lahm, es soll lustig sein, touristenhasser, touristenhasserhasser – und die schwaben sind mal nicht als gruppe vermeldet sondern verstecken sich in gruppen wie zugezogenenhasser oder wasweissich. und neulich, als ich eine neuköllnhipstertouristenhasserin war und in einem liebgewonnenen neuen cafe bei mir um die ecke sass und nur neuköllnhipstertouristen um mich rum, dachte ich: vorüberziehende! g. danke für das wort! du hast mir das wort gegeben! es ist vielleicht zwanzig jahre her, schule, ausgehn, dabeisein und blöd angemacht werden – und immer, wenn g. in konflikt geriet mit irgendjemand oder dukommsthiernetrein gerufen wurde, sagte sie das wort: vorüberziehende!  ihr habt keine bedeutung für mich. nicht mehr irgendwelche gruppen und mögen und nicht mögen, kategorisch sein, ablehnend, einfach nur sein und die leute als das sehen was sie sind. ah, das ist doch ungeheuer tröstlich, nicht?