mood machines

das ist ein anderes MOOD als das von doc grey in greys anatomy. mood als laune oder leichte verstimmtheit ist nicht das was MOODMACHINES machen und wollen. moodmachines. ich werde das wort nicht mehr los. ich flippe durch blogs und zeitschriften und instagram – und es ist hübsch gestaltet und mit einem versprechen von tiefe in titeln und bildunterschriften. mehr nicht. schön anzuschauen. uneingelöste versprechen. eine fährte ins nichts. kinfolk ist eine moodmachine. viiiiele instagram accounts und viele blogs. gerade solche, die leute als nebenprodukt ihrer design oder schreibtätigkeit anfertigen. wöchentliche listen, kinderzeichnungen, kaffee auf tischen, häuserzeilen, streetart und schuhe von oben… baaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaa

manchmal fressen sie so viel meiner zeit – ob sie bedeutung für mein leben haben könnten? und ob ich einen artikel über „schönes wochenende“ oder „designer no 89“ und dessen einstellungen und lebensstil wirklich lesen muss. oder ob ich nur gelockt werde von hübschen stimmungsvollen bildern und artikelüberschriften, die mir tiefe und erkenntnis versprechen aber am ende ein schales gefühl oder gar nix bleibt oder im schlimmsten falle ein konsumwunsch aus den bereichen einrichtung, ernährung, kleidung. seit ich das wort moodmachines gefunden habe, beeindrucken mich diese sachen nicht mehr so sehr, ein kinfolk magazin ist badezimmerlektüre und dafür auch wirklich gut. ich mag moodmachines, wenn ich gerade entspannung solcher art brauche.

aaah, jetzt erstmal ab in die wanne, pfefferminztee, radiomusik – und danach vielleicht einfach mal wieder ausmisten?

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aprilapril

IMG_2126dieser monat in diesem jahr ist öd. und ich mag den namen nicht. april. könnte ein waschmittelname sein. verwäscht sich, geht so vorüber. mit regen und blühen und frühlingserwachen, bisschen zu kühl, schnupfen, rumsortieren, gedanken an frühjahrsputz, gedanken an frühjahrsputz verwerfen, lahme jobsuche, kaum lustige momente, kinder holen, kinder bringen, die steuererklärung immer noch nicht, dann doch amerikanische romane lesen, winterklamotten weg, kaputte elektrische geräte, zeit, keine zeit, rumräumen – brrrr, so irgendwie ohne verve und ohne seele das alles.

sonst & besser & weg: im garten.

säen und aufgeregt sein, wenn die spitzen aus der erde kucken. habe wieder vergessen, zu beschriften, also keine ahnung was da kommt. noch ein bisschen warten.

innen-aussen

IMG_0677herbstschönheit oktober, der spätsommer ist ausgelaufen in einen wunderhübschen nachsommer. wir sammeln blätter und von bäumen gefallene sachen. draussen sein und die luft riechen –

es ist wundervoll, daß kind eins immer wieder sagt, wie schön er herbstwetter findet, wind und wolken und regen und da muss nicht mal die sonne hübsch aufblitzen. das gefällt mir so ungemein gut an meinem kind, daß er dieses wetter und die stimmung so von herzen mag. ich bin gerade ganz unstimmig, innen und aussen null im einklang. ich fühle mich wie ein soziales monster, nicht in der lage, mit anderen leuten entspannt und einfach zu sprechen. die job-rolle macht keinen spass aber geht gut, das ist nicht das problem. und alleine durch die nacht ginge auch. aber alles dazwischen – puh, ist sooo anstrengend. ich bemühe mich ohne brille und mit roten wangen lächelnd genug zu tun, um den gedanken zu verscheuchen, dass andere mich wunderlich und ätzend und hysterisch finden. gerade als elternteil. und bezogen auf kind zwo. weil kind zwo ja, hm, schwierig mit der aussenwelt ist und ich das nicht verstärken möchte? es soll bitte keiner merken? oder denken: oh, kein wunder, bei DER mutter! warum ist mir das nicht einfach scheissegal, hm? ich finde es überhaupt nicht blöde, wenn andere menschen spröde, hysterisch, wunderlich und ätzend sind. im gegenteil. im gegenteil?

kurz: ich möchte mich verkriechen, auf dem land sein, im garten wühlen, lesen, pilze sammeln, mit den kindern bislang immer belächelte GESELLSCHAFTSSPIELE spielen. und mit niemandem reden müssen, nur mit ganz engen freundinnen oder briefträgerinnen oder supermarktverkäuferinnen. nix, nix dazwischen. soziales gefüge, pfffffffffff

 

yes today happy more

IMG_3766es mag die sonne sein oder die inwendige reinigung oder das johanniskraut oder ein paar nette arbeitstage und die jeans vom flohmarkt. ja, die neue jeans, das ists! ich bin ein klein wenig heiterer, gelassener, fröhlicher, freudiger – hoffe, daß es anhält und trägt. endlich lese ich himmel über der wüste, endlich stricke ich ein großes zopfiges tuch, endlich gibts wieder wochenenden im garten. es gibt wieder schöne dinge in meinem kopf und in meinem leben, ich will es hier nur ein klein wenig besingen, nicht zuviel, um es nicht zu verscheuchen, das helle, lichte, heitere –  eine freundin aus sehr alten zeiten habe ich wiedergesehen neulich, ich habe einen neuen lieblingssaft: voelkl heimat multi (oder so), und DAS ISTS: endlich endlich einen badeanzug. er ist nix besonderes, aber ich kann ihn immer anziehn, und ich wette, mit dem geh ich irgendwann noch ins seniorenschwimmen.

muddi

sein läuft gerade nicht so lässig wie ich das gerne hätte. ich motze und schimpfe, bin ungeduldig und unzufrieden – und zugleich möchte ich diese kinderschätze herzen und ihnen fortwährend sagen, wie toll sie sind. also alle gefühle in einem augenblick, puh, es ist anstrengend. ich fühle mich schlecht & schuldig. und ich brauche stimmungsaufheller. johanniskraut, gedichte auswendig können, eine leberkur, barfuß in flipflops, massagen, leben am strand mit restos zum draussensitzen und musik – also das alles um toll entspannt mit den kindern zu sein.  hm. erstmal sonnenschein, wochenende, gartentage & he, ein gedicht auswendig lernen. vielleicht hilft es ja ein ganz klein wenig. mir.