das mit der ordnung

ist hier ne grosse sache. ich mag meine ordnung. sie lässt sich mit meinen wundervollen mitbewohnern nur nicht immer so durchhalten. wir müssten zu einer gemeinsamen ordnung finden. stattdessen gibt es ständig dieses rumgenerve: wo hast du denn?? räum mal das weg, wie siehts denn hier aus… ach, undsoweiter. und demgegenüber dann bilder in meinem kopf von stylischen minimalistischen wohnungen oder schönen stilleben.

und eine lösung entdeckt: gruppieren. für chaos auf tischen. alle tassen und gläser und getränkebehälter zusammen. sieht schön aus. klappt leider nicht mit elektroschrott. mein freund der mag autos/boote/sonstiges mit fernbedienung und 70er jahre charme, die aber von einem supertechnikfreak nochmal durchgesehen werden müssten. er hat auch ein zweites telefon, das zwar rauscht aber – schadet auch nicht, wenn das richtige mal kaputt geht. kabel. dvbt box. anrufbeantworter. ja, haben wir noch, falls… ah, das alles mal entsorgen oder jaja, weitergeben würde, dann könnte das auch in manchen ecken hier ganz schön sein.

eine andere: ausmisten, immer wieder. und wenig kaufen oder irgendwo mitnehmen, weil es könnte ja was sein für – derzeit schleppen wir alles in unsere gartenhütte und dort warten drei so mittelgute und mittelschöne und mittelintakte teppiche auf verwendung. zum beispiel. alte dinge wiederverwenden, eins a, aber ich bin keine dollyrocker mutter, die aus alten klamotten dinge zaubert, keine, die gläser zersägt oder sonstige dinge aus bastelanleitungen tut. also muss ich dafür auch nichts sammeln oder irgendwohin stellen, wo es auf weiterverwendung wartet. ich kann es anschauen, die schönheit würdigen und wieder wegstellen. ich kann, ja ich kann! an verschenkekisten vorbeigehen.

was die menge an treibgut reduziert. auf der anderen seite: ich mag dinge. ich hatte neulich so eine wundervolle reihe an videos, wo tolle leute durch ihre hinreissenden wohnungen gehen und auf dinge hinweisen. und sie alle haben viele dinge. das hat mich beruhigt. sehr, ein gegenprogramm zu minimalistischen klaren wohnungsbildern, die mir im kopf sind und an denen ich mich vielleicht zu sehr orientiere. jenseits meines geschmacks/wollens/DASEINS.

ich schau sie gleich nochmal an.

 

 

aprilwochenende

ach, ich wünsche mir eine kamera. durch die gegend streifen und fotos machen. das käme meinem derzeitigen lebensgefühl ganz nah. vergänglichkeit, wachsen und blühen. alleinesein und kucken, kurz innehalten und weiter.

ein paar tage frei und draussen gewesen. alleine mit den kindern, ohne michel. und drei tage mit michel und jetzt drei tage ohne alle. ich habe das gefühl, auf drogen zu sein, irgendwelchen, die den blick schärfen und ein bauchgrummeln geben, leise angst und helle aufregung bei äußerer maximaler ruhe. das gefühl ist nicht wirklich gut, aber es führt irgendwohin ahne ich. zu neuer erkenntnis – hmhmhm. in der zwischenzeit notiere ich sätze auf einem zettel, der immer neben dem küchentisch liegt. vielleicht  komme ich einfach einen schritt weiter im kopf, das wäre schon was. weil sich was? ändern muß.

neu ist: ich lese wenig. ab und an (seit wochen) lese ich zwei drei seiten in max frischens berliner tagebuch und denke, daß ich ihm altersmässig näher komme. früher ist mir zuweilen so eine behäbigkeit, eine bürgerlichkeit & das protestantische aufgestoßen. den gantenbein habe ich aus dem badezimmerfenster geworfen einmal. aber das ist lange her. vielleicht war er mir behäbig nur in den geschichten? nun habe ich mir ein märz und ein aprilbuch gekauft. und bin ganz scharf drauf. also: vielleicht ändert sich das wenig lesen heute noch?

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muddiwochenenden

so voll so anstrengend so turbulent so kinderlastig die wochenenden sind, montags merke ich, dass sie mir gut tun. weg vom job und der täglichen routine. alles hängen lassen, bis nachmittags nicht mal in den spiegel gekuckt haben und noch im schlafanzug. als ich noch mehr gearbeitet habe, keine kinder hatte, empfand ich das nicht so. wochenende, super, lange schlafen. alles andere ging ja auch während der woche. ausgehn z.b..

oh, ich gestehe, ich mag die wochenend berichte auf den muttiblogs mit fotos von lebensmitteln die verzehrt werden sollen (gerne grüne kiste) oder ner angezündeten kerze. lieber als die urbanen styler mit ihren kaffeetassenfotos. tja, frage: zu welcher gruppe gehöre ich?

heute, montag, ist das schönste wetter, mild und die straßen nass vom regen, jetzt noch ein lauer wind und ein paar wolken… kaffee und dann los in die spitzenwoche!

 

mein herz an dinge hängen

weil dinge bleiben und nicht so vergänglich sind wie z.b. der sommer. stilleben arrangieren und innehalten. dabei aber: immer weniger haben wollen und nicht abhängig sein von dingen. mit leichtem gepäck durchs leben gehen. was sind die fünf wichtigsten/schönsten dinge, was würde ich mit auf eine insel, was könnte ich nie einfach so weggeben…. solche fragen stelle ich mir beim entrümpeln und finde mich doch zwischen so vielen dingen, die nicht wesentlich aber in ihrer gesamtheit gut für mich sind. ein bücherstapel. alte zeitschriften. zig schleichtiere auf der fensterbank (mit denen keiner spielt). olle vasen die nur für ganz bestimmte blumen gemacht sind. steine, runde, ovale und fein gemaserte, von denen ich nicht mehr weiss woher ich sie habe, einen karton voller sachen, die bei jedem umzug in genau diesem karton geblieben sind –

ich lass es einfach so. ich krame mal nicht, ich räume nicht, ich arrangiere nix. ich schiebe die bücherstapel von links nach rechts und lege sie dann unten ins regal. ich kaufe fünf grosse runde holzkugeln. ich finde sachen schön unabhängig von ihrem nutzen. und ich höre mal endlich auf mir nur über kram gedanken zu machen. ab jetzt.

 

so ein fortwährender nerv

sind mittlerweile mottoplakate. seit vor einiger zeit keep calm and carry on entdeckt wurde gibts nun alle möglichen appelle auf allen möglichen alltagsgegenständen. das ist schlimmer als diddl mäuse. ja ich würde eine diddl tasse einer motto tasse vorziehen, ganz bestimmt. ich habe mal in einem call center gearbeitet, da gabs tassen auf denen stand schwungvoll keep smiling, weil wir alle am telefon lächeln sollten. jetzt gibts plakate und karten vorzugsweise auf englisch, vermute aus amerika eigentlich mit lebe dein leben! überlege nicht lange! finde heraus was du gerne – blablabla. da muss ich an michael endes unendliche geschichte denken das ich als frühpubertierende ganz schön fand, tu was du willst, jaja, was willst du denn, finde heraus was du willst und dann…. diese mottodinger kommen so schlau und schick daher und finden sich überall. mich erinnern sie an fernsehprediger oder an literatur für vorpubertierende. da lob ich mir einen ordentlichen schlecht übersetzten glückskeksspruch. oder das muttis raus von um die ecke.

gestern

war ich wo ich war und heute bin ich wo ich sein möchte –

IMG_2408IMG_2415schwimming. palmen. alleine.

der erste kaffee seit einer woche. heute früh bin ich hausfraulich und dann wird hier bürobüro gespielt.

an vorhaben für das neue blanke jahr gedacht und einen schokokuchen gebacken. in blogs rumgelesen, dort die jahresrückblicke und wünsche fürs neue jahr. schön fand ich einen post unter dem titel MEHR und habe schwer geseufzt beim rückblick bei slomo.

ich muss mich nochmal hinsetzen und tun als sei es der letzte tag im alten jahr oder der erste im neuen und mich und die dinge sammeln und sortieren. schauen was ist und was ich gerne hätte, was ich tun und umsetzen möchte von all den dingen – tischdecke nähen, okeh, das verschiebe ich jetzt schon zugunsten steuererklärung, badewanne, café und rumtelefonieren –

heyhey bastelmutti & ein sparplan

eine süsse nachbarin hat gestern eine tüte voller bastelsachen abgegeben. papier und kram. ich bastle so wenig. zwangsweise mal mit den kindern. irgendwas. neulich eine laterne in der kita. aber stricken hehe! seht selbst: das haben 100 folgen greys anatomy und ein abwesender freund gemacht:

die puppendecke ist endlich fertig, einen schal für mich gibts auch und einen schlumpelpulli für kind zwo. tolle schlumpelwolle im wollladen für billig gefunden.

thema zwei: sparen. puh. nach meinem letzten buy nothing month, also echt nothing ausser lebensmittel und ner monatskarte habe ich mich, na, mein miesesmieses konto sich etwas erholt und ich kann wieder leichter atmen. zigarette.

sparplan: bis ende des jahres wird das kaufen reduziert, d.h. alles wird aufgebraucht. alles. nudelvorräte, zahnpasta. cremetiegel leergewischt. ungelesene bücher gelesen. und im neuen jahr dann: produkte reduzieren. shocking wieviel kram ich besitze und in der wohnung von hier nach da räume und denke: vielleicht hat das ding irgendwann seine sternstunde-

soweit die vorhaben für den rest des jahres: stricken, joggen, reduzieren. und irgendwann auch mal: basteln.

schönes wochenende!