vor den ferien ist nach …..

neeeneee, es ist eins a VOR den ferien. die kinder langweilen sich zwar täglich zu tode, aber michel und ich sind voll in der mühle. bald, aber bald, gibt es freie zeit auch für uns und wir fahren ins grüne und dort bleiben wir. egal wie das wetter ist, keine flucht in die stadt. erst zu ende der ferien wieder.

ich möchte gedanken spinnen und ein paar kluge sachen lesen, jenseits von stimmungskram und eindrücken von diesem und jenem. auch in keinen moody fotostrecken das leben anderer bewundern. neenee, keine kiste, nur ein altes lahmes smartphone für den notfall. geil. glaubt eigentlich jemand dort draussen den ganzen hippen mormonenfrauenblogs, dass sie am wochenende ohne kommunikationselektronik unterwegs sind? und wem helfen sprüche an der wand (auf postern oder karten) WIRKLICH? mein spruch über dem bett, da war ich in den zwanzigern und er war gesprüht, lautete: you must go and i must stay. ich fand den gut und hilfreich. ich schlief auch besser damit. genau, ich finde nur gesprühte sprüche gut, oder so richtig mit farbe auf die wand. postkarten und poster sind für… andere.

und nee, das sind nicht die gedanken, die ich in den ferien in meinem kopf haben möchte. oder vielleicht, na, egal. ich war im kino, es war toll: THE PARTY. super film. das schwarzweiss hat mich etwas irritiert. sonst aber: eins a. das aus dem stadtleben. noch ein paar stichworte: steuer, krankenkasse, unordnung, nachbarn, öffentlicher personennahverkehr…. himmel, freu ich mich auf die ferien –

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januar 20: ein bisschen jammern

vorfreude auf die ferien! ja, ferien, so früh im jahr schon abhängen mit büchern, flipflops und sonnenbrille im rucksack. spitzenklasse. sand all over, mückenstiche und was anderes sehen als immer nur dieses kreuzberg.

kreuzberg.

schräg gegenüber wurde monatelang eine remise renoviert. wow. jetzt ist alles massiv eingezäunt, also die remise mit dem garten. es sieht superschickschön aus. und doch. ich will das hier nicht in meiner nachbarschaft. ich will die dicke mit dem rosa neglige gegenüber auf dem balkon rauchen sehen. den rockmusikfreund gegenüber hallöchen rufen hören. die leute mit ihrern schrotträdern, ollen autos und vw bussen. die ihr ding machen, sich durchwurschteln, in ruhe gelassen werden wollen oder immer gerne mal über sonstwas quatschen. ich will nicht sehen, wie leute mit einem neuen landrover/bmw suv/porsche ihre kinder zur naturkita fahren. ich will nicht nur mit jungen hipstern im café an der ecke sitzen.

naja, ewiges gejammer. und natürlich bekomme ich existenzangst. daß wir irgendwann als glückliche kreuzberger familie hier rausfliegen und in ein anderes viertel ziehen müssen.

sonst

der versuch, mich besser zu ernähren. bislang geht der ganz gut der versuch. und mir gehts auch dabei ganz gut. versuch, freundlicher zu sein. versuch, dinge in ihrer zeit zu erledigen. versuch, mit meinem budget klarzukommen. nach den ferien wird das alles ernster, besser, schöner. und: meine angst vor schlimmen krankheiten tritt etwas in den hintergrund.

gesehen habe ich im heimkino: liberace und draußen im echten kino war ich auch, sogar mit michel, a homesman, seit monaten mal endlich wieder raus mit dem liebsten, die kinder zuhause mit babysitter. hach, wenn ich kohle hätte, ich hätte einen babysitter einmal die woche. nur für sowas. eine stunde um den block mit dem kerl.

wir haben in der wohnung 5 kalender fürs neue jahr. das ist ein wenig zuviel. alles geschenke, mit gedichten und popstarbildern und drumherum. ich mag keinen wegtun. ich mag aber das jahr über auch nicht 5 kalender in der wohnung hängen haben.

noch eine angst: der zustand der menschen in der welt. ich verdränge so gut ich kann. ich versuche ein guter mensch zu sein in meiner kleinen welt. ich fürchte, das ist nicht genug. und es fällt mir immer schwerer in supermärkte zu gehen. am schlimmsten sind die billigmärkte. ich denke an die apokalypse dort, es überfällt mich, es ist schlimm, ich kann gar nichts tun. ja, nicht in billigsupermärkte gehen wäre ganz gut. nur: die angst vor einem zusammenbruch, die ist damit nicht weg –

oh, das neue jahr geht ja beschwingt los –

byebye sweet june

das jahr hat sich warmgelaufen. jaja, es ist juli seit heute und es ist schon halb rum, aber für mich ist es angelaufen. mit müdem kopf und startschwierigkeiten im winter, ist es jetzt rund und prall. es hat sich so viel neues und gutes ergeben, oh, das klingt jetzt so, ergeben, will sagen, der freund hat stetig daran gearbeitet so daß ich mich zurücklehnen kann und unterm gut gefüllten kirschbaum sitzen –

ich lese wenig, der freund sagt, das täte mir gut, käme ich mal zum nachdenken. was ich aber auch nicht tu.

moment, es geht um den juni. ein monat den ich allein aufgund seines namens entzückend finde. in dem ich viele geschenke bekommen und einsichten gewonnen habe. ich habe den himmel über der wüste gesehen nochmal und bin ergriffen und froh, dass das buch hier herumliegt, 1990 gekauft als ich amerikanische literatur aus der ersten jahrhunderthälfte ganz super fand und paul bowles frau jane auch und ach! rückblicke! zeitreisen! ich habe eine alte liebe freundin wiedergesehn, kurz zwar aber auch anlaß zu rückblicken und zeitreisen und seither habe ich dieses hinreissende teenagerfoto von ihr im kopf und bin schrecklich gerührt. nochmal gerührt: a broken circle im kino. ein wunderwundervoller film, der das thema sterben, liebe, vergänglichkeit für den monat juni wohl bei mir aufgerissen hat.

das wäschefärben entdeckt, eine schmerzliche lilaphase wird nun von blau abgelöst. nachdem ich es diesen sommer wieder nicht schaffe ein so einfaches leichtes hübsches kleidchen fürs kind zu nähen. wird ein olles tshirt gefärbt, auch schön.

mal endlich im motto heftchenladen in kreuzberg gewesen. es war schön, und es wäre noch schöner gewesen, wäre ich jünger oder eine künstlerin oder eine jüngere künstlerin. will sagen, ich hatte eigentlich nicht den nerv auf intellektuelle dinge über das leben und die kunst. bildchen ankucken, okeh. ein zauberhaftes heftchen entdeckt, if you leave und mir gewünscht eine halbwüchsige tochter zu haben, der ich das mitbringen könnte. es wäre ein hübsches mitbringsel für ein halbwüchsiges mädchen. nen jungen auch, ja, doch.

im freibad war ich auch einmal, mit rutschen und sonnenbrand. habe seealgensalat gegessen und chicken korma und brotbrotbrot, trinke endlos limonadenmix (himbeersirup, zitronensaft, sprudel) und cola und freue mich auf den juli. der jetzt erstmal mit ferien! anfängt.

schöne tage!