vor den ferien ist nach …..

neeeneee, es ist eins a VOR den ferien. die kinder langweilen sich zwar täglich zu tode, aber michel und ich sind voll in der mühle. bald, aber bald, gibt es freie zeit auch für uns und wir fahren ins grüne und dort bleiben wir. egal wie das wetter ist, keine flucht in die stadt. erst zu ende der ferien wieder.

ich möchte gedanken spinnen und ein paar kluge sachen lesen, jenseits von stimmungskram und eindrücken von diesem und jenem. auch in keinen moody fotostrecken das leben anderer bewundern. neenee, keine kiste, nur ein altes lahmes smartphone für den notfall. geil. glaubt eigentlich jemand dort draussen den ganzen hippen mormonenfrauenblogs, dass sie am wochenende ohne kommunikationselektronik unterwegs sind? und wem helfen sprüche an der wand (auf postern oder karten) WIRKLICH? mein spruch über dem bett, da war ich in den zwanzigern und er war gesprüht, lautete: you must go and i must stay. ich fand den gut und hilfreich. ich schlief auch besser damit. genau, ich finde nur gesprühte sprüche gut, oder so richtig mit farbe auf die wand. postkarten und poster sind für… andere.

und nee, das sind nicht die gedanken, die ich in den ferien in meinem kopf haben möchte. oder vielleicht, na, egal. ich war im kino, es war toll: THE PARTY. super film. das schwarzweiss hat mich etwas irritiert. sonst aber: eins a. das aus dem stadtleben. noch ein paar stichworte: steuer, krankenkasse, unordnung, nachbarn, öffentlicher personennahverkehr…. himmel, freu ich mich auf die ferien –

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sommertage, alleine sein, auf der wiese ein zelt

IMG_2990vielleicht mag ich als jahreszeit ja den spätsommer und den herbst lieber, aber als wort ist sommer unschlagbar. sommer! sommertage! sommerferien! alles drin. campari orange aufm balkon, barfuss, keine uhr, unten an der pumpe sitzen usw.

hier ist es schön. ich bin ein paar tage alleine in der stadt, die arbeit ist gut gebündelt, drei lange tage, dafür der letzte frei, so dass ich kramen kann. neulich wieder die diskussion, dass unser geplanter wohnungstausch nur daran scheitert, dass wir keine netten fotos von unserer wohnung haben. und machen können, weil immer so ein chaos ist. zuerst das wohnungsumbau, -erweiterungs und -verschönerungschaos, jetzt das was uns so begleitet. es ist eine wirklich hübsche wohnung. ja, es gibt olle rauhfaser im flur und im wohnzimmer, ok. nur so fetzengardinen vor den fenstern, ja. kahle glühbirnen überall, na, ausser im wohnzimmer, kinderzimmer, und in der küche hängt die alte schlafzimmerlampe, weil die ja mal das schlafzimmer war. egal. aber es gibt alte dielen und alte fenster und einen balkon mit baum davor, einen grossen tisch in der küche und ein ruhiges schlafzimmer auch. sonst: das sofa in der küche ist kleiderablage und puppenspielplatz, die wände sind kahl (nee, nicht ausgesucht schön kahl, kahl), überall stehen dinge herum, für die es noch kein regal, keinen schrank gibt oder die in den keller müssten… ein beautiful artikel von frau modeste gelesen, hier, und an alle unsere schönerwohnenfreunde gedacht, die mit hammerwohnungen, hammermöbeln und hammergestaltungssinn ausgestattet sind. von denen sogar die schrebergartenhütten stylisch sind. worauf will ich jetzt eigentlich hinaus? der ewige kram, das verwohnte durcheinander und der neid auf hammerordnung, hammergestaltungssinn? ach, das wird immer nur wichtig und groß wenn ich fotos für haustauschpläne machen möchte. oder die schwiegermutter zu besuch kommt vielleicht.

ich werde ein wenig kramen, mal wieder, mein liebstes: ausmisten und vielleicht bekomme ich von ein zwei drei ecken ein foto, dieses jahr wirds dann wohl nix mit hammerferien in neapel oder barcelona oder bordeaux oder amsterdam oder porto oder. aber nächstes. vielleicht. kinderzimmer muss ja auch nicht fotografiert. und der flur auch nicht  unbedingt. nur funktionsräume. und aussicht. und nicht all die abgenudelten dinge hier. kind 2 neulich zu seinem freund: weisst du meine eltern mögen gebrauchte sachen.

hach, sommertage, alleine, kramen und dann

mit allen in ein hammerzelt auf der wiese. so ist der plan. jetzt lese ich auf den campingplatzwebsiten imerzu das wort glamping. glamping. was für eine schlimme wortschöpfung. ja, ich kann mir was darunter vorstellen. das ist ähnlich wie wohnblogs vs unsere butze. wobei unsere butze schon auch ein schönes zelt sein könnte oder eine hütte. mit bergen an isomatten, schlafsäcken, kuscheltier und irgendwo die taschen – und immer die frage wohin mit der brille. mein altes zelt hatte ein täschchen vom zelthimmel hängen, da ging das rein.

ich schweife ab. immerzu. zuviel freie zeit. erstmal kaffee.

schönen sommer!

 

 

nüscht

hach, nie wünsche äußern, immer nur eingrenzen, was alles nicht geht oder nicht so sein soll. das strengt mich an. genauso wie leute, die von sich als „man“ sprechen. oder leute, die einen erstmal mustern während des hallo-sagens, so etwas verborgen. und dann irgendwo hängenbleiben, figur, klamotte, schuhe, kopf. vielleicht mag ich auch andere menschen gar nicht so sehr wie ich immer vorgebe.

ich mag: pappkartons, kaffee, seife, oh, schon immer. honey-i-washed-the-kids von lush habe ich geliebt und die eine haarseife mit goldschimmer. bis ich ein schlimmes ekzem am kopf davon bekommen habe. seither geht lush nicht mehr. aber selbst gemachte seife, ja, hatten wir schon. es gibt eine tolle seite http://www.punkthandwerk.at. sowas würde ich auch gerne können. aber nein, ich arbeite nicht daran, meine seifenbraukunst zu perfektionieren. ich würde viel lieber schön singen können. oder zwanzig jahre jünger sein. aber daran kann ich nicht arbeiten. arbeiten, oh, ich habe eine bewerbung geschrieben und losgeschickt. es ist ein schritt. eine entscheidung. es geht los. es wird jetzt alles nicht superhoppla gehen, aber.

ich mag weiter: hippies, salat, bücher. und oh, heute, die alte mit dem britney spears t-shirt. eine greisin! dieses shirt! und dann kreuzte der mann, der zu hohen feiertagen (silvester, 1. mai) hier gerne im ärmellosen tierprint rumläuft und sehr schwammig dick ist, dieser mann kreuzte den weg der alten. das mochte ich auch.

sonst: stricken. rumsitzen. tratsch. alleine sein. sekt. fernsehn. sesamstrasse. kapuzinerkresse, koriander, portulak. ach, salat hatte ich ja schon.

aktuell aktuell: ferien! gleich fangen sie an! die kommende woche sind nur sachen zu tun wie: mit kind eins abendessen abstimmen. überlegen, ob noch melone zuhause ist. schwimmbad oder see? wer geht mit? und was lese ich, ha! immer wieder der alte scheiss. ich bin etwas enttäuscht von büchern von jungen autorinnen, von denen ich bereits ein buch gelesen habe vor zeiten. ulla lenze, früher: schwester und bruder, grossartig, heute: die endlose stadt, künstlich und angestrengt und katrin seddig, früher: runterkommen, echt unterhaltsam, heute: eine nacht und alles, könnte gut sein, aber leider wird jede nebenfigur ausformuliert und kleine augenblicke inszeniert und mit scheinbarer bedeutung versehen. sie schreibt um alles herum, so ist mein eindruck bis jetzt (seite 93). zum glück habe ich dazwischen „magic cleaning“ gelesen und jetzt abends was zu tun, so daß ich müde ins bett falle und das lesen gar nicht soooo vermisse. ich miste aus und diesmal richtig. ich steh da ja eh drauf, aber angeheizt durch ein putzbuch ist das mal echt viel toller. zwei umzugskisten sind schon in der verschenkekiste gelandet und ich muss mal drei flohmarkttermine in folge klarmachen, damit der ganze krempel, der zu schade…. (oh, da fängt das sammeln schon wieder an. ob ich ein guter messie wäre? noch werden könnte?)

 

 

it’s all too beautiful

der eremit heisst meine jahrestarotkarte. ich soll es also ernst nehmen. mein sein in diesem jahr. ein paar sachen habe ich vor. mehr bastelmuttidasein, mehr dinge herstellen, die ich im alltag benutze. mehr garten. mehr bewegung. körperliche und geistige. auf altbewährtes, den alten sportclub und meine joggingschuhe zurückgreifen. und neue dinge kennenlernen. bei stepanini gerade einen bezaubernden eintrag über eine buchreihe gelesen, der band mit dem titel müdigkeitsgesellschaft scheint mir genau richtig zur einstimmung. raus gehen! umsehen! nicht müde werden, neues zu entdecken!

eine kleine grosse reise liegt gerade hinter mir. zurück, müde von der herumfliegerei usw. & geflasht, sehr. gerade die rucksäcke ausgepackt und diese gerüche genossen (nein, nicht die der alten wäsche). die kinder haben räucherstäbchen angezündet. ich bin ganz schrecklich dankbar für diese reise. ich habe kein tagebuch geführt, nicht über irgendetwas nachgedacht und keine pläne gefasst. nur mit sooo süssen leuten zusammengewesen, geredet über dies und das. die sonne im gesicht.  und nun dieses hinreissende gefühl dass ich das alles hier und jetzt tun kann. nicht planen & auf etwas hinleben, sondern es einfach tun. fenster putzen. rausgehn. alles vom anfang. alles von alten listen. oder nichts von alten listen? egal. das zurückkommen war hart und schön und komisch. diese kreuzberger szene hatte ich für eine zeit völlig vergessen. auch die straße und die wohnung. und das normale leben. jetzt: post und zurückrufen und das alles. ja, montag wirds abgehakt. nochmal den kopf in den rucksack. an farben denken und das türkise handtuch vors fenster hängen.

max frischs berliner journal anfangen und am abend einen indischen film kucken. die besuche der kinder nachhause fahren zwischendurch. und immer wieder blinzeln weil das eigentlich nicht wahr sein kann, so ein schönes leben in so einer schönen kleinen welt.

rein raus

guten morgen. das mit dem reduzieren bei laufendem betrieb ist fürn arsch. also ich bin dran, ich kämpfe und räume und allein meine blogposts über die freuden des ausmistens sind mehr als die nachhause geschleppten weihnachtsgeschenke – reduce reuse recycle gefällt mir waaaahnsinnig gut, aber. immer nur mit dingen beschäftigen und sie nachhausetragen, verräumen, umräumen, verändern und am ende rausräumen. irgendwo in arno geigers buch über seinen vater steht: am ende ist alles nur gerümpel. der satz klebt mir im kopf und mahnt mich und doch sitze ich wie ein olchi in meinem verschnuckelten kram herum und werfe die dinge von einer ecke zur anderen. (draussen zieht das leben vorbei)

weiteres beschäftigen mit dingen: meine leselisten. auch fürn arsch. ich glaube das ist ein anderer mensch der diese listen runterlesen würde. also die bücher auf den listen.

jetzt schwirrt mir im kopf eine aufzählung rum wohin ich fahren möchte/werde in diesem jahr – vielleicht sollte ich mal eine kleine reise ins ich unternehmen, was? aber oder

vielleicht werden frankfurt wuppertal wien und ein bis zwei ferne strände mich auch verändern? mich bedürfnislos machen, im hier und jetzt verankern? mit ein klein wenig yoga oder so? nebenher gehe ich noch zum frisör, stricke die seit fünf jahren (ca) geplante strickjacke und werde vom vielen draussensein schön braun. das wird ein spitzenjahr dieses 2015.

 

 

der sommer ist gross, der himmel weit: eine kleine juliliste

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a very fine ferienmonat. in badelatschen herum die ganze zeit – nun, es ging auch kaum anders, weil ich mir zuvor die füsse wund gelaufen hatte. es gab smoothies und einen sonnen- und einen wespenstich, spitzenklasse tage an der see, schlechte laune und gute, verwelkte blumen zuhause und fröhliche kinder immerzu, wenn nicht, wurde mit eiseiseis bestochen, wir sind in die spree gehüpft und haben uns treiben lassen, es gab dinge im museum zu bewundern und ein museum das dienstag geschlossen hatte und ich habe mich geärgert. eine stunde lang so ungefähr wollte ich gar nichts und bin ziellos durch eine stadt mit vielen baustellen gelaufen. danach super beute gemacht in diversen charity shops und alles war wieder gut. ferien, oh so beautiful.