januar bis jetzt

ein lieblingslied, was mir so ein schöner begleiter ist: morrissey: spent the day in bed. ich mag morrissey sonst nicht so. aber hier. jetzt. im januar. its a consolation –

ich bin sehr froh hier zu sein. froh über das grüne knautschige sofa, auf dem sich kissen, decken stapeln und einer von uns immer hängen bleibt.

ah, und der himmel, der winterhimmel über berlin ist ein traum. auf dem hügel im park stehen und das letzte sonnenlicht fangen, dann nachhause, tee, kramen, irgendwas mit kindern. büchern. sachen. so ist der januar. er ist ein traum. morgen kauf ich mir ein kilo muscheln und koche sie mit dem miamädchen. baguette von zeitfürbrot dazu.

ich bin nervlich etwas überreizt und habe todesphantasien, wie oft, wenn ich die natur oder seis nur den himmel über der strasse, so geniessen und einsaugen und hammergut finden kann, dann denke ich auch an den tod und habe das gefühl, das wirkliche gefühl, ich bin dem tode nah. aber wenn er kommt: dann habe ich solch einen himmel gesehn – das in naturerscheinungen verweilen gibt mir einen begriff von zeit. oder hält es die zeit an?

nebenher lese ich bücher über erziehung und wie kleine kinder so sind oder sein wollen oder sollen und für mich ganz allein lese ich doris knecht: wald. danke frau knecht, again.

danke auch dir januar, dieses mal.

 

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juni süsser juni!

es ist sommer, es ist so sehr sommer kaum zum aushalten! kirschen, in badelatschen aus dem haus, erdbeeren, wieder eine scheussliche sonnenbrille, schwüle und gewitter. allein im freibad war ich noch nicht. jahreszeiten sind ein geschenk. manchmal ist das punktuelle erleben wie ein gruss aus dem jenseits „wieviele sommer noch?“ und manchmal bringt es süsse erinnerung, eine ahnung wie das war als kind mit einem endlosen sommer (winter, herbst, frühling).

der juni bringt mir dieses mal einen eins a unbelasteten reinen sommer. kaum flashbacks, nur süsses verweilen im jetzt. es ist toll. ich werde heute dinge tun, die ich noch nie getan habe, hier: was machst du eigentlich den ganzen tag in 17 fotos und uhrzeiten schreiben. oder am nachmittag joggen. meine steuer ohne murren machen. vielleicht auch: ein kleid nähen. jared diamonds arm und reich weiterlesen. angefangen habe ich es schon dreimal, aber weitergelesen habe ich noch nie.

ach, erst mal ein schläfchen. ein süsses sommer schläfchen, begleitet von vogelgezwitscher und den mülleimerleerenden nachbarn. danach kaffee und dann wieder ein wenig vom sommer schwärmen. und lilett mit holunder und sekt trinken. ah! heute ein kind machen und es dann juni nennen im april.

na, jetzt erstmal die augen zu.

und dann so in die woche rutschen

kind 2 heute früh: mama ist heute wochenende? oh, das schon nach einem tag normal und nicht-ferien. bringen holen planen bringen holen pläne verändern. und plötzlich elternabend! und doch: nach einem wochenende alleine weiß ich wieder wie schön für mich das leben als familie und mit kindern ist. das bringt was in mein leben was ich zuvor nicht hatte nicht kannte und auch nie kennengelernt hätte. puppen in jeder ecke der wohnung in tücher gehüllt und schlafen gelegt. wie kleine kokons. zum beispiel. eine seeehr lange auseinandersetzung zwischen kind 1 und 2 über werdarfsichaufdemwäscheberg und VOR der schublade anziehen – beobachten. mit dem miamädchen zur kita schlendern, über geburtstage reden und amfensterheutemorgen… singen. da werde ich ziemlich weich und rosa vor glück. hallo schöner dienstag!

huch!

vorbei der sommer. die schönsten tage.

mal die wochenenden nicht rauszufahren und die tage in der stadt und in der wohnung zu vertrödeln ist ganz wundervoll. die kinder basteln und kramen und hören karneval der tiere und heute früh beim frühstück ein eins a hörspiel bei kakadu. die kammern im neuen wohnungsteil nehmen ein wenig mehr form an, ja, die eltern kramen und werkeln. später auf einem (am wochenende seelenlosen) platz in kreuzberg gesessen, wochentags ist es so nett dort, aber: das cafe ist eigentlich immer schlimm. das kind wollte ein eis, ich wollte mich nicht anstellen für nen kaffee und sass herum und sah die immer gleichen familien herumsitzen und überkreuz begrüssen. hallo!

ein paar stunden auf dem tempelhofer feld herumgelaufen und im gras so zwischendurch. und immer noch nicht finding vivian meier gesehn. und statt zu lesen tv gekuckt, greys anatomy und einen pulli fürs kind gestrickt, hübsch gestreift aus geribbelter tweedwolle von vor zwanzig jahren! damals war es ein fledermauspulli, taillenkurz. danach ein jäckchen mit verschiedenen knöpfen, das ich kaum getragen habe. eine freundin kam auf nen sprung vorbei, die kinder haben ihr zimmer aufgeräumt und zusammen uno gespielt, während michel und ich mittagsschlaf gehalten haben. tolle kinder, was. die schönsten tage. es gibt sie, immer wieder.

ferien!

IMG_4719ab jetzt: vier wochen frei. mit den kindern und dem freund abhängen, lagerfeuer, stockbrot, barfussgehn den ganzen tag, alle dinge ganz langsam tun, mittagschlaf, ponyreiten, einen roman lesen oder zwei, salzwasser und sand und wind und hach, das wird schön.

heute habe ich die kinder nochmal in den hort gebracht und dinge besorgt und abgehakt, dann mein superfreiertagprogramm: mittagessen um halb elf. salat mit ein bisschen zuvielen zutaten, aber gut und stark fühle ich mich jetzt für die nächste erster-ferientag-runde: raus auf nen kaffee mit ner freundin und mitbringsel einkaufen. sachen packen geht auch später. oder so ein schläfchen erstmal…