nachsommer

in dieser sonnigen woche denke ich immerzu das wort: nachsommer. und denke an meine freundin h., die vorgestern geburtstag hatte. sie hat vor laaanger zeit einmal gesagt, jetzt habe ich adalbert stifters nachsommer zum dritten mal gelesen und es ist immer noch stinklangweilig.

das hat mir gut gefallen. niemals könnte ich ein stinklangweiliges buch dreimal lesen, auch wenns ein experiment über langeweile wäre –

was gabs während meines nachsommers? und jetzt im nach-nachsommer

hilary mantel: jeder tag ist muttertag * wohnungsfotos * ein traumsonnenuntergang am see mit dem miamädchen und einem topf spaghetti * liaisons dangereuses: los ninos del parque * rotwein * barfuss & kalte füsse * jogginghosen * absolutely fabulous * innehalten in den prinzessinnengärten * die buchläden hier im viertel * geräuchtertes paprikapulver * pepsi mit zitrone * dealer auf jeder bank im park * ein paar klamotten fürs kind einmal NICHT second hand gekauft * durch fremde strassen geradelt * einen blumenstrauss auf der strasse gefunden * eartha kitt * waffeln mit diesem scheisswaffeleisen gebacken und mir ein tolles gewünscht * träume * alte freundinnen * schulfragen * badewanne *  lagerfeuer mit mashmallows * ungelesene bücher aussortiert * mal wieder auf „aus dem wörterbuch des unmenschen“ gestoßen * zimmerpflanzenpflege, puh * montessorischulmaterialien, hmhmhm, das material besorgt *

 

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herbstanfang und

kleine vorhaben. in diesem jahr noch, damit anzufangen,

die milch nicht mehr überkochen zu lassen

komische cocktails zu trinken, jede woche einen und heute fang ich damit an

bei den bunten socken zu bleiben

und den cowboyschuhn

das himmeli durch die wohnung wandern zu lassen und vielleicht den schönsten platz zu finden

parfümlieben nachzugeben, schnell

klüger zu werden

und besonnener

und dabei lässig und lustig, puh, das wird was!

filmreihen im filmmuseum anzukucken und/oder auch mal wieder berlinale

theater, konzerte, tanzen, schon klar!

rod stewart und so manch andere in mein leben zu integrieren

der fiesen laune etwas weniger luft zu geben

und immer blumen vom wegesrand!

 

 

der müde juli

vor den ferien ist das immer so sagt der michel. nur von einem zum andern und keine zeit zum innehalten. ach, ich weiss nicht, ich habe das gefühl es ist immer immer so. gerade finde ich mich nicht so gut in meinem leben.

im juli gabs viel besuch, sonne, alte t-shirts, barfusslaufen und blasen laufen mit den bunten sandalen, ach, sie sind aber doch so schön –

wenige aber zauberhafte tage im grünen, selbstgesäten salat pflücken und essen und von mücken stechen lassen. müdes lesen langatmiger romane. eine freundin kam vorbei und sagte, ich muss sofort wieder gehn ich bin so müde. wir gähnten ein wenig miteinander.

im juli habe ich viel gekramt. ich habe das lebensverändernde brot gebacken und gedacht, wenn das leben in diese richtung verändert wird, dann ist das mir zu fad. also dann will ich lieber das leben das ich habe. weil, das brot schmeckt echt langweilig. wie ein fader nussriegel ohne zucker, mit zuviel sonnenblumenkernen. überhaupt: ein brot, lebensverändernd? diese übertreibungen und absolutheiten nerven mich. auch die amerikanismen. auf der penny einhorn tüte steht: do awesome things. ich stehe an der kasse bei penny in schöneberg irgendwo. eine frau ruft die warteschlange entlang: was heisst denn WESOHMEE? was heisst denn das? sie muss mehrmals rufen, bis ich merke dass sie mich meint. ich kaufe die einkaufstüte, weil sie hellblau ist und wegen des einhorns, der spruch do awesome things ist naja. brrrr. ich mag diese sprüche nicht: nutze den tag, tu mehr von dem was dich ankotzt, sei so glücklich, sei so froh…. amerikanische predigergehilfensprüche sind das für mich. mir fremd, sehr. eigentlich. und doch begegnen sie mir im alltag immerzu.

eine neue zeitschriftenliebe: die süddeutsche familie & kind. allein das letzte kinderheft war ein knaller, echt. kind 1 und 2 streiten sich regelmässig drum und rufen ICHICHICH.

getan, tja, was eigentlich? gelacht und unter halsschmerzen gelitten. supergesund gegessen und espadrillen und eine sonnenbrille gekauft. wenig gelesen.

im august, also bald, will ich gymnastik oder pilates machen, heimlich, beides am besten. strickwolle kaufen und was anfangen. einen schal oder so. mal wieder ins kino und mal mit dem michel ohne kinder sein. weiter daran arbeiten ein besserer mensch zu sein (ohne amerikanische romane und ohne sprüche), die füsse in einem duftenden sprudeligen fussbad. dazu musik, portishead portishead. alte vorhaben über bord werfen. oder zu neuen machen.

und immer blumen vom wegesrand.

 

 

 

ein frühling mit regen

kommt kühl und sanft daher.

  • gemocht: das wetter, das wort strickjackenwetter dazu
  • getan: leute besucht und bei mir geblieben
  • gehofft: dass der neue job mir irgendwann spass macht…
  • gewünscht: hammerschuhe und ein strickprojekt, freundinnen für kind 2
  • geträumt: von einem toten dackel
  • gehört: roxy music
  • gelesen: karine tuil: die gierigen
  • geärgert: über alltagskontakte
  • gefreut: über alltagskontakte und geburtstage
  • gegessen: zitronenkuchen, miso suppe und viel viel grünes
  • getrunken: brottrunk (brrr) und kräutertee
  • gesehen: 4 blocks teil 1, diverse serienschnipsel auf netflix
  • gekauft: socken, ein monchichi und ein neues handy
  • gelacht: wie ich als alte frau wohl aus einem porsche aussteige?
nach einer idee von frl. julia

bruchstücke und

20160703_125656wieder dankbar und so froh so froh in berlin zu wohnen.

und in meiner kleinen welt, die defintiv kleiner als kreuzberg ist

vorsätze, ja. gerade weil ich etwas ins neue jahr gestolpert bin dieses mal. kein rückblick ausblick abend mit freunden. irgendwie so ein beliebiger mit ein paar raketen und rotwein. alles ok, aber nun merke ich ein paar tage später, dass was fehlt. als gehörte silvester zu meinem biorythmus, der nun ganz durcheinander ist.

vorhaben.

aus dem neuen job ist flugs schon wieder nichts geworden, aber ach, ich nehme es leicht dieses mal. ich hatte mich gefreut. ich habe geschwiegen. ich habe meinen freund belächelt und als unke beschimpft, weil er immerzu sagte, bevor du nur mündliche zusagen hast – tu nichts. ich habe nichts getan, ich habe geschwiegen, aber mich heimlich gefreut auf den abschied von der momentanen tretmühle.

nun also im neuen jahr: weiter nach einem schönen job suchen. bis dahin immer schön ferien machen, denn das geht bei meinem jetzigen arbeitsplatz so ausgesprochen gut!

arztbesuche erledigen und nicht aufschieben.

mehr schöne musik hören. ich habe dieses jahr wieder mit dem neujahrskonzert in der volksbühne begonnen, für das ich jedes jahr so unglaublich dankbar bin, was mich jedes jahr so glücklich macht – dieses jahr leider nicht. ich war dort mit meiner liebsten freundin, aber das konzert war fad. die musik ganz schön zuweilen, aber das gequatsche der sängerin hat dem ganzen jegliche tiefe genommen –

meine haare kurz. ich glaube es ist zeit. vielleicht seh ich dann aus wie eine vierzig plus mit praktischer frisur, egal. ich hab die matte satt.

mehr sagen was ich denke und fühle. ein großer punkt. ich brauche meist ziemlich lange bis mir klar ist, was ich denke und fühle und das dann in sprache umzusetzen dauert auch. aber ich werde mich bemühen. ich glaube, ich kann das lernen.

fotos. mich durch die abgründigen gegenden der stadt fotografieren. neulich war ich z.b. in biesdorf am u-bahnhof. das licht war toll. eine brache, container voll graffiti, futterhaus tiersupermarkt… wunderschön!

briefe an meine kinder schreiben. für später.

ein bessrer mensch würde ich, könnte ich all dies umsetzen. und die dinge aus den alten listen. demnächst kuck ich die mal durch.

heute, hier & jetzt, januar 2017

schnee

das mit dem mehr rotwein trinken wird nichts mehr

lustiger und gelassener sein. bemühe ich mich immerzu. leider bin ich viel zu grau und oft miesepetrig auch.

weniger zucker, das geht ganz gut. ich esse ohnehin nicht so schrecklich viel zucker. ich trinke kaum softdrinks, mag kein obst, und die meisten backwaren (ausser tolle kuchen und torten, jaja, aber die sind mir meist zu teuer für so flüchtigen genuss) schärfen mich nicht. aber jetzt fahr ich den zucker runter. angeregt durch allerlei bücher aufm markt, klar. die kriegen mich.

stricken. wolle beim schäfer besorgen für einen mantel fürs miamädchen. a-form, kapuze, reissverschluß. und andere sachen stricken.

nähen. nach dem ravensburger hippieheft.

joggen, manchmal. dasselbe mit: gymnastik, yoga, aerobic mit anzug in türkis mit pink.

nicht mehr am schreibtisch/mit den kindern/ in der u-bahn einschlafen, es vielleicht einfach ma mit speeeed probieren?

 

 

 

 

 

gegen ende

IMG_3520des jahres doch noch eine liste, also eigentlich will ich mal die alte wie-ich-ein-besserer-mensch-werde liste finden und durchsehen. wieviele punkte wohl noch aktuell sind? würde ich das nicht daran merken, dass mein leben bunter, praller, schöner, runder ist und ich viiiiel glücklicher als zuvor?

bin ichs und kann das nur gar nicht vergleichen. weil ich bin  wirklich vergesslich. ich bin vergesslich wie ein adhs kind. stimmungen vergesse ich. was ich gesagt habe vergesse ich. was leute gesagt haben vergesse ich. verliehenes vergesse ich. orte vergesse ich. dinge dinge dinge –

und dann, klar manche dinge: elefant.

aber die liste. ich kuck jetzt mal nach. reduzieren. neu machen. verändern. das schreibe ich immerzu in regelmässigen abständen. gerade vor einem halben jahr zum beispiel habe ich die olle liste durch und was ich dazu geschrieben habe das passt auch jetzt ganz gut. ich könnte ja nur noch eine riiiiesenaufzählung machen von irgendwas und dann nur noch in regelmässigen abständen kommentieren und aktualisieren.

ich fange einfach heimlich an. jetzt gleich. gute nacht. guten rutsch.

 

 

sommer

IMG_3045matetee * wasserschlachten * kirschen kirschen kirschen * und immer barfuß * lindenblütenduft* füsse unter die wasserpumpe auf der strasse halten * frazey ford: done * schallplatten * zahnschmerzen ignorieren * mittagsschlaf im park * jeden tag eine andere sorte limonade * erziehungsratgeber und wahre geschichten lesen * aber das gefühl, krieg und frieden näherzukommen * gleichgültigkeit gegenüber den modischen jungen menschen, den lastenradmüttern und den eisladeneröffnern entwickeln, mein ziel für den rest des sommers * keine zigaretten * nochmal schnell vor der sommerpause ins theater *