ein frühling mit regen

kommt kühl und sanft daher.

  • gemocht: das wetter, das wort strickjackenwetter dazu
  • getan: leute besucht und bei mir geblieben
  • gehofft: dass der neue job mir irgendwann spass macht…
  • gewünscht: hammerschuhe und ein strickprojekt, freundinnen für kind 2
  • geträumt: von einem toten dackel
  • gehört: roxy music
  • gelesen: karine tuil: die gierigen
  • geärgert: über alltagskontakte
  • gefreut: über alltagskontakte und geburtstage
  • gegessen: zitronenkuchen, miso suppe und viel viel grünes
  • getrunken: brottrunk (brrr) und kräutertee
  • gesehen: 4 blocks teil 1, diverse serienschnipsel auf netflix
  • gekauft: socken, ein monchichi und ein neues handy
  • gelacht: wie ich als alte frau wohl aus einem porsche aussteige?
nach einer idee von frl. julia

bruchstücke und

20160703_125656wieder dankbar und so froh so froh in berlin zu wohnen.

und in meiner kleinen welt, die defintiv kleiner als kreuzberg ist

vorsätze, ja. gerade weil ich etwas ins neue jahr gestolpert bin dieses mal. kein rückblick ausblick abend mit freunden. irgendwie so ein beliebiger mit ein paar raketen und rotwein. alles ok, aber nun merke ich ein paar tage später, dass was fehlt. als gehörte silvester zu meinem biorythmus, der nun ganz durcheinander ist.

vorhaben.

aus dem neuen job ist flugs schon wieder nichts geworden, aber ach, ich nehme es leicht dieses mal. ich hatte mich gefreut. ich habe geschwiegen. ich habe meinen freund belächelt und als unke beschimpft, weil er immerzu sagte, bevor du nur mündliche zusagen hast – tu nichts. ich habe nichts getan, ich habe geschwiegen, aber mich heimlich gefreut auf den abschied von der momentanen tretmühle.

nun also im neuen jahr: weiter nach einem schönen job suchen. bis dahin immer schön ferien machen, denn das geht bei meinem jetzigen arbeitsplatz so ausgesprochen gut!

arztbesuche erledigen und nicht aufschieben.

mehr schöne musik hören. ich habe dieses jahr wieder mit dem neujahrskonzert in der volksbühne begonnen, für das ich jedes jahr so unglaublich dankbar bin, was mich jedes jahr so glücklich macht – dieses jahr leider nicht. ich war dort mit meiner liebsten freundin, aber das konzert war fad. die musik ganz schön zuweilen, aber das gequatsche der sängerin hat dem ganzen jegliche tiefe genommen –

meine haare kurz. ich glaube es ist zeit. vielleicht seh ich dann aus wie eine vierzig plus mit praktischer frisur, egal. ich hab die matte satt.

mehr sagen was ich denke und fühle. ein großer punkt. ich brauche meist ziemlich lange bis mir klar ist, was ich denke und fühle und das dann in sprache umzusetzen dauert auch. aber ich werde mich bemühen. ich glaube, ich kann das lernen.

fotos. mich durch die abgründigen gegenden der stadt fotografieren. neulich war ich z.b. in biesdorf am u-bahnhof. das licht war toll. eine brache, container voll graffiti, futterhaus tiersupermarkt… wunderschön!

briefe an meine kinder schreiben. für später.

ein bessrer mensch würde ich, könnte ich all dies umsetzen. und die dinge aus den alten listen. demnächst kuck ich die mal durch.

heute, hier & jetzt, januar 2017

schnee

das mit dem mehr rotwein trinken wird nichts mehr

lustiger und gelassener sein. bemühe ich mich immerzu. leider bin ich viel zu grau und oft miesepetrig auch.

weniger zucker, das geht ganz gut. ich esse ohnehin nicht so schrecklich viel zucker. ich trinke kaum softdrinks, mag kein obst, und die meisten backwaren (ausser tolle kuchen und torten, jaja, aber die sind mir meist zu teuer für so flüchtigen genuss) schärfen mich nicht. aber jetzt fahr ich den zucker runter. angeregt durch allerlei bücher aufm markt, klar. die kriegen mich.

stricken. wolle beim schäfer besorgen für einen mantel fürs miamädchen. a-form, kapuze, reissverschluß. und andere sachen stricken.

nähen. nach dem ravensburger hippieheft.

joggen, manchmal. dasselbe mit: gymnastik, yoga, aerobic mit anzug in türkis mit pink.

nicht mehr am schreibtisch/mit den kindern/ in der u-bahn einschlafen, es vielleicht einfach ma mit speeeed probieren?

 

 

 

 

 

gegen ende

IMG_3520des jahres doch noch eine liste, also eigentlich will ich mal die alte wie-ich-ein-besserer-mensch-werde liste finden und durchsehen. wieviele punkte wohl noch aktuell sind? würde ich das nicht daran merken, dass mein leben bunter, praller, schöner, runder ist und ich viiiiel glücklicher als zuvor?

bin ichs und kann das nur gar nicht vergleichen. weil ich bin  wirklich vergesslich. ich bin vergesslich wie ein adhs kind. stimmungen vergesse ich. was ich gesagt habe vergesse ich. was leute gesagt haben vergesse ich. verliehenes vergesse ich. orte vergesse ich. dinge dinge dinge –

und dann, klar manche dinge: elefant.

aber die liste. ich kuck jetzt mal nach. reduzieren. neu machen. verändern. das schreibe ich immerzu in regelmässigen abständen. gerade vor einem halben jahr zum beispiel habe ich die olle liste durch und was ich dazu geschrieben habe das passt auch jetzt ganz gut. ich könnte ja nur noch eine riiiiesenaufzählung machen von irgendwas und dann nur noch in regelmässigen abständen kommentieren und aktualisieren.

ich fange einfach heimlich an. jetzt gleich. gute nacht. guten rutsch.

 

 

sommer

IMG_3045matetee * wasserschlachten * kirschen kirschen kirschen * und immer barfuß * lindenblütenduft* füsse unter die wasserpumpe auf der strasse halten * frazey ford: done * schallplatten * zahnschmerzen ignorieren * mittagsschlaf im park * jeden tag eine andere sorte limonade * erziehungsratgeber und wahre geschichten lesen * aber das gefühl, krieg und frieden näherzukommen * gleichgültigkeit gegenüber den modischen jungen menschen, den lastenradmüttern und den eisladeneröffnern entwickeln, mein ziel für den rest des sommers * keine zigaretten * nochmal schnell vor der sommerpause ins theater *

halbzeit. ich würde so gerne eine liste

IMG_3018schreiben.

meine letzte liste gefällt mir ja immer noch. aber. das listenschreiben erschöpft sich im listenschreiben. überschriften passen besser dieses jahr.

körper

ich brauche keinen bikini sondern die figur dazu. dazu passt auch dieses hübsche sachen essen und auf mich achten, bewegung, licht- und luftbäder…. das alles in einem mitte vierzig körper. klingt eeecht gut. ich fange bald an, naja, will sagen, ich nähere mich konsequent der erfüllung all dieser dinge. auf dem sterbebett sehe ich dann tippitoppi aus. dann habe ich auch mal zeit für kosmetikerin, augenbrauen, wimpern und so. grundsätzlich stelle ich fest: ich mag meinen muttispeck nicht, bin aber mit meinem körper recht glücklich. er fühlt sich gut. ich gebe ihm manchmal was er verlangt und manchmal nicht. das ist in ordnung. über bikini und drumherum mache ich mir ein andermal gedanken.

geist

jaja, gedanken. mehr nachdenken, geistig in bewegung sein. das steht auf der liste. das ist ne gute sache. nicht verblöden und immer nur stammtischgespräche oder mit den nachbarn übers wetter oder pink floyd. das gute ist, ich habe ein paar menschen um mich herum, die gerne mal kluge sachen sagen und/oder mich zurechtrücken, wenn ich in trägheit versinke. und: ein gutes zeichen ist immer: ich lese derzeit keine krimis. wenn ich krimis lese befinde ich mich IMMER in einem psychisch fragilen zustand, der sich zusammensetzt aus schlechter laune, mich zu-kurz-gekommen-fühlen, rückenschmerzen, schlechter haut, angst vor krankheiten und tod und dann gerne mal kippt in blöde übellaunige schlafstörung. will sagen: nicht gut. auf der ernährungsebene: wie nur chips und cola. länger als drei tage.

dasein

die jobkrise überwinden steht auf der liste 2015. hab ich nicht. werde ich nie. immer noch mach ich den alten kram, ab und an taucht ein stellenangebot auf, auf das ich mich bewerbe – und, wie ihr euch denken könnt: nüscht wird daraus. im augenblick ist mir das egal, weil ich irgendwie entspannt und gleichgültig bin. ich darf nur nicht geschichten hören von leuten die was anderes tun und anfangen und das mit leidenschaft, dann….

wollen

ja, nähen, immer will ich nähen und genähte sachen haben und anziehen. würde ich überhaupt was anderes anziehen als beliebige schwarze shirts und blusen und jeanshosen? das ist die frage für 2016. wenn ich die beantwortet habe, fange ich an zu nähen, ganz bestimmt.

babysitter und strickjacke. beides fehlanzeige. aber: hehe, die diskokugel findet bald ihren ort. wir haben schon einige ecken in der wohnung getestet. sind uns noch nicht einig ob mit motor und spot oder einfach so. und: die wohnung ist fast rauhfaserfrei. stand das nicht auch auf der liste? gärtnern, yes, klappt gut und das mit dem bücherkauf, na, das plane ich mal lieber nicht.

dinge

ich habe im vergangenen jahr tatsächlich nur vier fünf bücher nagelneu gekauft. viel aus der bücherei gelesen, oder second hand gekauft. ging ganz gut. und auch 2016 geht das so weiter. hey, magic cleaning gelesen, ja, das hat meine sicht auf die dinge mal wieder verändert. gerümpel und dinge die ich liebe. na, immer noch sind hier zu viele unwesentliche gegenstände in der wohnung. aber es werden auch weniger, ich trenne mich leichter von dingen nach der magic cleaning lektüre. neulich habe ich sogar vielleicht fünfzig alte mischkassetten weggeworfen. ich hatte immer spitzenklasse mischkassetten. früher dachte ich, eine radiosendung in der einfach nur eine oder zwei eingesandte mischkassetten gespielt werden, wie wundervoll wäre das! oh, aber meine kämen nun nicht mehr in frage. ohoh, nun bedauere ich das schon ein wenig… den orangefarbenen nagelllack habe ich übersprungen und bin nun zu einem graublauen mit glitzer gekommen. überhaupt, glitzernagellack, tolle sache. flohmarkt, auch tolle sache. aber ach, ich mach mir keinen plan. weniger h und m und mehr verschenkekiste. oder so. haushaltsplan, ja, das eher. mein konsum wird ja schon durch meine geringen finanziellen möglichkeiten begrenzt.

sonst

der garten wird schön und ans verreisen denke ich natürlich auch immerzu. mit den menschen geht es derzeit leichter, wenngleich ich nicht wirklich freundlicher geworden bin. ich lächle und lache weniger als früher. bin weniger heiter. eher skeptisch und sauertöpfisch. vielleicht ändert sich das wenn –

BÄM!

IMG_8173schneeregen, wieder kalt, hin oder her. es wird: frühling!

nagellack holiday von chanel * susan sontag: das rolling-stone-interview * rote nelken * rumtanzen * yoko ono: walking on thin ice * zwiebeln, lauch, radiccio * noch mehr rumtanzen * sport, nich gelogen * ach, alleinesein! jetzt reichts auch wieder * auf der suche nach einer serie zum immer kucken * handcreme von martina gebhardt * busfahrn * bücherregal umgeräumt und neu sortiert (nee, nich nach farben) * die kita: anspruch und wirklichkeit & darüber nicht irrr geworden * noch nicht * einnahmen ausgaben * gartenbücher * treibholz * fotos von früher an leute von früher verschicken * zigaretten *

oh!

WP_20151130_08_08_20_Pro2016 ist da. und ich habe mir 2015 noch gar nicht genau angekuckt. das geht mir zu schnell, echt. pläne, vorhaben fürs neue? pfffffff

ok. 2015 war so zerfasert und chaotisch und zeitweilig seeehr energieraubend in seinem chaos. ich kam an keinem ort wirklich zur ruhe. tageweise im garten, ja, dort habe ich einen apfelbaum gepflanzt im herbst. und flieder. es gab viele spaziergänge. wald, wiesen, hier und dort.

neue seelenvolle freunde und mit alten seelige abende. manche habe ich aus den augen verloren, ich habe mich wenig gekümmert und bin im kontakt träge geblieben. ich weiss nicht, woher das rührt, ich wünsche, dass es nur ein teil des wuschigen jahres ist und wieder weggeht. und ich die anderen nicht für immer vergrault habe. ich mag mich so nicht so.

es gab eine schöne reise und einen langen sommer. die ewige suche nach büchern die mir gefallen. wenig theater, wenig konzerte, wenig ausgehen. und kein wochenende alleine irgendwo weg. die wohnung ist schöner geworden und alles fügt sich allmählich zu einem zuhause das ich mag. ich habe viel weggetan & weitergegeben, auch viele erinnerungsgegenstände, immer wieder „gerümpel“ gedacht und dann fiel mir das ganz leicht. mir wurde leichter und die wohnung schöner auch.

es gab ein wochenende auf dem land bei freunden. in einem alten haus, in dem die vergänglichkeit saß und mich angefallen hat aus jeder ecke. beseelte und zur weiteren bedeutungslosigkeit verdammte gegenstände, raumeinbauten. vor vierzig jahren standen da kinder wie meine jetzt und putzten sich die zähne. in frotteeschlafanzügen. spielten auf dem dachboden, im garten, versteckten sich in den einbauschränken im flur. das wochenende war schön und luftig, das haus auch, aber – ich war fertig, alles wird geboren, lebt, vergeht und stirbt. das war mein mantra. und ich kann mich bis heute nicht davon lösen. es ist wie eine gardine, die immer wieder vors fenster weht. was ich mit der gardine im neuen jahr anfange, keene ahnung.