der april

war ok. tulpen und gartenkram, aufräumen, ausmisten, putzen und es dann mordsschön haben zuhause. die jobtristesse (sozialjob mittendrin) ist plötzlich schwer auszuhalten, entbehrt jeglicher romantik,  dies auch ganz unvermittelt und so versuche ich mich mal zurechtzufinden und das ganze jobding mit meiner stimmung und meinem sonstigen leben (voll gemütlich) zusammenzubringen. ja, dies ist ohnehin die aufgabe des jahres: überprüfen, dinge mal ein bisschen weiter denken als bisher und schauen obs passt. dann vielleicht auch TUN.

der april in stichworten

gesehn: the post, motherland

gelesen: antonia baum: stillleben

getan: die kinderbabywolldecken weggegeben

geweint: wegen kinderfilmen

gehört: baxter dury 

gelacht: über motherland

gewünscht: einen fotoapparat

geärgert:

gemocht: diese gesichtsmaske

gegessen: den ersten wildkräutersalat

gekauft: patschuliseife und eine kleine rosa blumenvase

getrunken: bier, sehr viel bier. und gin tonic

geplant: irgendwas mit frühling

 

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byebye lichter februar und hallohallo funkelnder märz

ah, was ein schöner februar das war. von aussen. diese helligkeit und dieses strahlen! der pfeifende ostwind schien mir wie ein wispern: bald ist frühling! und ich zeig dir wie hell und klar alles ist! aussen war sehr schön. innen gab es mächtig aufruhr. reihum alle krank, und wie! nachtschreck und ängste, weiche knie und rasender puls – zuweilen war dieser monat schrecklich im wortsinn. zum glück gabs dass äußere strahlen und die klare kalte luft. zum schluss dann läuse (alle) und ein paar schnarchige tage auf dem sofa mit duschhauben und rennschwein rudi rüssel.

im märz werde ich

  • aufatmen
  • abends mit den kindern um den block gehen
  • alleine verreisen für eine woche
  • mit den kindern kochen nach diesem buch
  • überlegen wie der garten aussehen soll im sommer
  • einen apfelbaum kaufen
  • nähen, ja, jippie jahjeh!
  • einen letzten handschuh stricken
  • so wenig arbeiten wie möglich
  • und allen dingen beim funkeln zusehn

nach einer idee von frische brise.

 

träge tage

blätter fallen. fernsehn. pakete, päckchen, briefsendungen für mich und nachbarn von diversen boten annehmen. verschiedenen boten erklären, wo nachbarn wohnen. kleine dinge bei kleinanzeigen verkaufen. kaffee. socken stricken (2). alle inhaltsstoffe der haushaltskosmetikprodukte durchsehen und die mikroplastikprodukte wegwerfen. oh, es sind einige! endlich lange aufgeschobene briefe, mails, karten geschrieben und gedacht, dass das mit der weihnachts- oder neujahrspost wieder nichts wird dieses jahr. träge tage, auch ein wenig unbeweglich körperlich und geistig. weihnachten naht, schön, freie tage, aber auch: so viel familiendrumherum, was mir beim gedanken daran schon zu viel ist. so horte ich bücher und überlege, wie ich mich rausziehen kann aus all den sozialveranstaltungen.

gesehn: vor der morgenröte, this is us, fuck yu göthe, fotos aus ferien vor den kindern

gegessen: pho, bitterschokolade, rote beete salat

gelesen: angefangen und ziemlich schnell weggelegt, weil öde: sven regener: wiener strasse

getan: bastelkram sortiert, zahlensachen fürs kind gemalt und geklebt, in der wohnung gekramt

getrunken: tee, rotwein

gelacht: über trailer von „motherland“

geärgert: nö

geplant: mit der arbeit (wiedermal) anders umzugehen, und auch mit dem leben und leuten

gedacht: dass ich ganz schön vergesslich bin und an meine sachen-listen

gekauft: schuhe für kind 1, auf dem flohmarkt: jeans und schlafanzughosen, ein paar bücher

 

 

nachsommer

in dieser sonnigen woche denke ich immerzu das wort: nachsommer. und denke an meine freundin h., die vorgestern geburtstag hatte. sie hat vor laaanger zeit einmal gesagt, jetzt habe ich adalbert stifters nachsommer zum dritten mal gelesen und es ist immer noch stinklangweilig.

das hat mir gut gefallen. niemals könnte ich ein stinklangweiliges buch dreimal lesen, auch wenns ein experiment über langeweile wäre –

was gabs während meines nachsommers? und jetzt im nach-nachsommer

hilary mantel: jeder tag ist muttertag * wohnungsfotos * ein traumsonnenuntergang am see mit dem miamädchen und einem topf spaghetti * liaisons dangereuses: los ninos del parque * rotwein * barfuss & kalte füsse * jogginghosen * absolutely fabulous * innehalten in den prinzessinnengärten * die buchläden hier im viertel * geräuchtertes paprikapulver * pepsi mit zitrone * dealer auf jeder bank im park * ein paar klamotten fürs kind einmal NICHT second hand gekauft * durch fremde strassen geradelt * einen blumenstrauss auf der strasse gefunden * eartha kitt * waffeln mit diesem scheisswaffeleisen gebacken und mir ein tolles gewünscht * träume * alte freundinnen * schulfragen * badewanne *  lagerfeuer mit mashmallows * ungelesene bücher aussortiert * mal wieder auf „aus dem wörterbuch des unmenschen“ gestoßen * zimmerpflanzenpflege, puh * montessorischulmaterialien, hmhmhm, das material besorgt *

 

herbstanfang und

kleine vorhaben. in diesem jahr noch, damit anzufangen,

die milch nicht mehr überkochen zu lassen

komische cocktails zu trinken, jede woche einen und heute fang ich damit an

bei den bunten socken zu bleiben

und den cowboyschuhn

das himmeli durch die wohnung wandern zu lassen und vielleicht den schönsten platz zu finden

parfümlieben nachzugeben, schnell

klüger zu werden

und besonnener

und dabei lässig und lustig, puh, das wird was!

filmreihen im filmmuseum anzukucken und/oder auch mal wieder berlinale

theater, konzerte, tanzen, schon klar!

rod stewart und so manch andere in mein leben zu integrieren

der fiesen laune etwas weniger luft zu geben

und immer blumen vom wegesrand!

 

 

der müde juli

vor den ferien ist das immer so sagt der michel. nur von einem zum andern und keine zeit zum innehalten. ach, ich weiss nicht, ich habe das gefühl es ist immer immer so. gerade finde ich mich nicht so gut in meinem leben.

im juli gabs viel besuch, sonne, alte t-shirts, barfusslaufen und blasen laufen mit den bunten sandalen, ach, sie sind aber doch so schön –

wenige aber zauberhafte tage im grünen, selbstgesäten salat pflücken und essen und von mücken stechen lassen. müdes lesen langatmiger romane. eine freundin kam vorbei und sagte, ich muss sofort wieder gehn ich bin so müde. wir gähnten ein wenig miteinander.

im juli habe ich viel gekramt. ich habe das lebensverändernde brot gebacken und gedacht, wenn das leben in diese richtung verändert wird, dann ist das mir zu fad. also dann will ich lieber das leben das ich habe. weil, das brot schmeckt echt langweilig. wie ein fader nussriegel ohne zucker, mit zuviel sonnenblumenkernen. überhaupt: ein brot, lebensverändernd? diese übertreibungen und absolutheiten nerven mich. auch die amerikanismen. auf der penny einhorn tüte steht: do awesome things. ich stehe an der kasse bei penny in schöneberg irgendwo. eine frau ruft die warteschlange entlang: was heisst denn WESOHMEE? was heisst denn das? sie muss mehrmals rufen, bis ich merke dass sie mich meint. ich kaufe die einkaufstüte, weil sie hellblau ist und wegen des einhorns, der spruch do awesome things ist naja. brrrr. ich mag diese sprüche nicht: nutze den tag, tu mehr von dem was dich ankotzt, sei so glücklich, sei so froh…. amerikanische predigergehilfensprüche sind das für mich. mir fremd, sehr. eigentlich. und doch begegnen sie mir im alltag immerzu.

eine neue zeitschriftenliebe: die süddeutsche familie & kind. allein das letzte kinderheft war ein knaller, echt. kind 1 und 2 streiten sich regelmässig drum und rufen ICHICHICH.

getan, tja, was eigentlich? gelacht und unter halsschmerzen gelitten. supergesund gegessen und espadrillen und eine sonnenbrille gekauft. wenig gelesen.

im august, also bald, will ich gymnastik oder pilates machen, heimlich, beides am besten. strickwolle kaufen und was anfangen. einen schal oder so. mal wieder ins kino und mal mit dem michel ohne kinder sein. weiter daran arbeiten ein besserer mensch zu sein (ohne amerikanische romane und ohne sprüche), die füsse in einem duftenden sprudeligen fussbad. dazu musik, portishead portishead. alte vorhaben über bord werfen. oder zu neuen machen.

und immer blumen vom wegesrand.

 

 

 

ein frühling mit regen

kommt kühl und sanft daher.

  • gemocht: das wetter, das wort strickjackenwetter dazu
  • getan: leute besucht und bei mir geblieben
  • gehofft: dass der neue job mir irgendwann spass macht…
  • gewünscht: hammerschuhe und ein strickprojekt, freundinnen für kind 2
  • geträumt: von einem toten dackel
  • gehört: roxy music
  • gelesen: karine tuil: die gierigen
  • geärgert: über alltagskontakte
  • gefreut: über alltagskontakte und geburtstage
  • gegessen: zitronenkuchen, miso suppe und viel viel grünes
  • getrunken: brottrunk (brrr) und kräutertee
  • gesehen: 4 blocks teil 1, diverse serienschnipsel auf netflix
  • gekauft: socken, ein monchichi und ein neues handy
  • gelacht: wie ich als alte frau wohl aus einem porsche aussteige?
nach einer idee von frl. julia