montag wochenende

heute ! habe ich mehrmals hintereinander leute am telefon gefragt, was sie am wochenende vorhaben. dabei ist heute montag, okeokeh – es lockt so sehr das laaaange wochenende. ich habe mir erland kagge stille gekauft und muss ein wenig in der stille sein, feuer machen, sonnenschein und tee. so stelle ich mirs vor. draussen.

schönes wochenende!

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der april

war ok. tulpen und gartenkram, aufräumen, ausmisten, putzen und es dann mordsschön haben zuhause. die jobtristesse (sozialjob mittendrin) ist plötzlich schwer auszuhalten, entbehrt jeglicher romantik,  dies auch ganz unvermittelt und so versuche ich mich mal zurechtzufinden und das ganze jobding mit meiner stimmung und meinem sonstigen leben (voll gemütlich) zusammenzubringen. ja, dies ist ohnehin die aufgabe des jahres: überprüfen, dinge mal ein bisschen weiter denken als bisher und schauen obs passt. dann vielleicht auch TUN.

der april in stichworten

gesehn: the post, motherland

gelesen: antonia baum: stillleben

getan: die kinderbabywolldecken weggegeben

geweint: wegen kinderfilmen

gehört: baxter dury 

gelacht: über motherland

gewünscht: einen fotoapparat

geärgert:

gemocht: diese gesichtsmaske

gegessen: den ersten wildkräutersalat

gekauft: patschuliseife und eine kleine rosa blumenvase

getrunken: bier, sehr viel bier. und gin tonic

geplant: irgendwas mit frühling

 

hausmaus

„die gentrifizierung färbt auf alles ab“, lachte er, „sogar auf unser leben.“ nicht die Verbesserung an sich störe ihn, sondern die ständige nivellierung, diese gleichmacherei, die sie unweigerlich nach sich ziehe. „wo immer sie zuschlägt“, sagte er, „löscht sie aus, was vorher war – und  gleichzeitig soll es so wirken als wäre das neue immer schon da gewesen.“

einige passagen gefielen mir gut. und das cover ist toll. fühlt sich fast an wie richtiges klebeband. ein gutes stück nach der hälfte habe ich aufgehört zu lesen und laut geatmet, so vorwurfsvoll und enttäuscht wie das alte leute manchmal tun.

da ist eine frau, die in ein haus zieht. sie ist autorin, hat kinder. sie hat begegnungen, alltägliche. mit nachbarn, leuten vom bau, trifft einen freund von früher, andere autoren usw. und alle erzählen ihr eine geschichte. das sind charmant geschriebene kleine perlen – und doch dachte ich nach jaja, etwas mehr als der hälfte des buches, und? was gehts mich an? interessiert mich das? ich wollte wissen was die protagonistin so umtreibt. das jaja, wird auch erwähnt und laut klappentext gibt es da eine feine entwicklung, aber mir war das dann über all den nebengeräuschen egal. wahrscheinlich ist das ein stilmittel, okeh. aber wenn ich im radio fussball höre und mir der moderator sogar über den torjubel quatscht, dann schalte ich auch ab. ach und irgendwo habe ich gelesen: die übersetzung sei etwas sperrig. ja. ist sie.

vorwurfsvolles ausatmen.

 

 

 

ein vorhaben

oder eher ein wunsch: mehr zeit zum lesen zu haben und auch was zu lesen zu finden. die ersten wochen im jahr waren hierfür ganz wunderbar. warum auch immer. zeit? muße? kann ich mich nicht dran erinnern –  und doch

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

toll toll toll war tyll von daniel kehlmann, so dicht und satt und vielschichtig und sprachlich ganz wundervoll. eine offenbarung: rückkehr nach reims. die eigene geschichte zu sehen und auch: gesellschaftliche entwicklungen zu betrachten, das gelingt mit diesem buch ganz unglaublich gut.

fad fand ich arno geigers unter der drachenwand. ein vergnügen doris knechts wald und der rest war ok. jetzt habe ich eine klitzekleine flaute – aber eine stunde zeit und flitze mal schnell in den buchladen –

 

bewegung

spitze, ich habe gerade eine seite über bewegung, veränderung und das knirschen im getriebe geschrieben und dann die falsche tastenkombination: alles weg.

das ist gut. jetzt hab ichs im hirn, das reicht erstmal.

und kann plötzlich kaffee trinken, lesen und muss gargargarnix

byebye lichter februar und hallohallo funkelnder märz

ah, was ein schöner februar das war. von aussen. diese helligkeit und dieses strahlen! der pfeifende ostwind schien mir wie ein wispern: bald ist frühling! und ich zeig dir wie hell und klar alles ist! aussen war sehr schön. innen gab es mächtig aufruhr. reihum alle krank, und wie! nachtschreck und ängste, weiche knie und rasender puls – zuweilen war dieser monat schrecklich im wortsinn. zum glück gabs dass äußere strahlen und die klare kalte luft. zum schluss dann läuse (alle) und ein paar schnarchige tage auf dem sofa mit duschhauben und rennschwein rudi rüssel.

im märz werde ich

  • aufatmen
  • abends mit den kindern um den block gehen
  • alleine verreisen für eine woche
  • mit den kindern kochen nach diesem buch
  • überlegen wie der garten aussehen soll im sommer
  • einen apfelbaum kaufen
  • nähen, ja, jippie jahjeh!
  • einen letzten handschuh stricken
  • so wenig arbeiten wie möglich
  • und allen dingen beim funkeln zusehn

nach einer idee von frische brise.

 

ein tag im februar

schönstes winterblau. draussen. ich nicht. leider. ich bin malad und kann nicht trinken. ich bin schwach vom wenigessen und schleppe mich so durch den tag, weinerlich und mürbe.  schlimmer dieser tage: das kind ist krank, kind eins, das immerstarke und immergute kind hat einen infekt und ist psychisch so angegriffen, dass ich es kaum wiedererkenne. es ist ganz fürchterlich.

ich hatte sehr vor, den februar mit jedem einzelnen tag so sehr zu mögen wie den januar. der januar war so offen und schön und nun ist es – trotz schönstem winterblau – schwer und düster. und kein ende dieser düsternis in sicht. heute nicht mehr. morgen?