nachsommer

in dieser sonnigen woche denke ich immerzu das wort: nachsommer. und denke an meine freundin h., die vorgestern geburtstag hatte. sie hat vor laaanger zeit einmal gesagt, jetzt habe ich adalbert stifters nachsommer zum dritten mal gelesen und es ist immer noch stinklangweilig.

das hat mir gut gefallen. niemals könnte ich ein stinklangweiliges buch dreimal lesen, auch wenns ein experiment über langeweile wäre –

was gabs während meines nachsommers? und jetzt im nach-nachsommer

hilary mantel: jeder tag ist muttertag * wohnungsfotos * ein traumsonnenuntergang am see mit dem miamädchen und einem topf spaghetti * liaisons dangereuses: los ninos del parque * rotwein * barfuss & kalte füsse * jogginghosen * absolutely fabulous * innehalten in den prinzessinnengärten * die buchläden hier im viertel * geräuchtertes paprikapulver * pepsi mit zitrone * dealer auf jeder bank im park * ein paar klamotten fürs kind einmal NICHT second hand gekauft * durch fremde strassen geradelt * einen blumenstrauss auf der strasse gefunden * eartha kitt * waffeln mit diesem scheisswaffeleisen gebacken und mir ein tolles gewünscht * träume * alte freundinnen * schulfragen * badewanne *  lagerfeuer mit mashmallows * ungelesene bücher aussortiert * mal wieder auf „aus dem wörterbuch des unmenschen“ gestoßen * zimmerpflanzenpflege, puh * montessorischulmaterialien, hmhmhm, das material besorgt *

 

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mood machines

das ist ein anderes MOOD als das von doc grey in greys anatomy. mood als laune oder leichte verstimmtheit ist nicht das was MOODMACHINES machen und wollen. moodmachines. ich werde das wort nicht mehr los. ich flippe durch blogs und zeitschriften und instagram – und es ist hübsch gestaltet und mit einem versprechen von tiefe in titeln und bildunterschriften. mehr nicht. schön anzuschauen. uneingelöste versprechen. eine fährte ins nichts. kinfolk ist eine moodmachine. viiiiele instagram accounts und viele blogs. gerade solche, die leute als nebenprodukt ihrer design oder schreibtätigkeit anfertigen. wöchentliche listen, kinderzeichnungen, kaffee auf tischen, häuserzeilen, streetart und schuhe von oben… baaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaa

manchmal fressen sie so viel meiner zeit – ob sie bedeutung für mein leben haben könnten? und ob ich einen artikel über „schönes wochenende“ oder „designer no 89“ und dessen einstellungen und lebensstil wirklich lesen muss. oder ob ich nur gelockt werde von hübschen stimmungsvollen bildern und artikelüberschriften, die mir tiefe und erkenntnis versprechen aber am ende ein schales gefühl oder gar nix bleibt oder im schlimmsten falle ein konsumwunsch aus den bereichen einrichtung, ernährung, kleidung. seit ich das wort moodmachines gefunden habe, beeindrucken mich diese sachen nicht mehr so sehr, ein kinfolk magazin ist badezimmerlektüre und dafür auch wirklich gut. ich mag moodmachines, wenn ich gerade entspannung solcher art brauche.

aaah, jetzt erstmal ab in die wanne, pfefferminztee, radiomusik – und danach vielleicht einfach mal wieder ausmisten?

die erste woche im oktober

das kind sagt: das ist mein lieblingswetter und ich liiiiiiebe ihn für diese aussage. meine alte liebste freundin d. liiiiebt strickjackenwetter. und ich auch. dummerweise habe ich IMMERNOCHKEINE strickjacke. also so eine richtige selbstgestrickte wundervolle. vielleicht kaufe ich besser eine?

die woche war gut. und nervig auch. aber. am ende dieser woche hüpfe ich immerzu und bin fröhlich. ich habe greys anatomy staffel 14 angefangen zu schauen und es gibt eine folge, da sagt meredith grey immerzu MOOD als antwort oder kommentar, wenn sie nervig ist. beautiful.

  • gesehn: this is us
  • getan: gebacken, gebacken, gebacken und in der küche getanzt jeden morgen
  • gelesen: deborah feldman: unorthodox
  • gehört: klassikpopetc
  • gewünscht: andere gesellschaftliche entwicklungen (worldwide) und noch einmal tessa blohmstedt gibt nicht auf sehen zu können
  • gelacht: über liebe ohne leiden (udo jürgens). und das kind sagt: magst du schlager? ja klar, sage ich. das kind: du bist nicht mehr meine mutter!
  • geärgert: nö
  • gemotzt: auch nicht wirklich
  • geliebt: klassikpopetc. und irm hermann
  • gelungen: kuchen, jeder
  • getrunken: sekt mit und ohne cassis, milchkaffee
  • gegessen: verschiedene wundervolle curries

 

herbstanfang und

kleine vorhaben. in diesem jahr noch, damit anzufangen,

die milch nicht mehr überkochen zu lassen

komische cocktails zu trinken, jede woche einen und heute fang ich damit an

bei den bunten socken zu bleiben

und den cowboyschuhn

das himmeli durch die wohnung wandern zu lassen und vielleicht den schönsten platz zu finden

parfümlieben nachzugeben, schnell

klüger zu werden

und besonnener

und dabei lässig und lustig, puh, das wird was!

filmreihen im filmmuseum anzukucken und/oder auch mal wieder berlinale

theater, konzerte, tanzen, schon klar!

rod stewart und so manch andere in mein leben zu integrieren

der fiesen laune etwas weniger luft zu geben

und immer blumen vom wegesrand!

 

 

ach leute

da läuft was schief.

schulbeginn, hamsterrad, day-in day out, warten aufs wochenende –

da motze ich über jammernde hausfrauen mit flexibler teilzeit (10 stunden/woche) und klugen selbständigen kindern dazu, während ich armes ding immerzu knechten muss –

da lese ich irgendwelche romane, die nix bringen und gehe ich in eine buchhandlung habe ich

die hälfte schon gelesen, die hälfte der anderen hälfte gefällt mir nicht und der rest ist mir zu irgendwas

da motze ich noch mehr über jammernde hausfrauen, he, ich hätte gedacht, dass es die in meiner generation und umgebung nicht gibt. aber es gibt sie. in kreuzberg. focus auf jammern und sinnkrise und viel-zu-beschäftigt-sein-um-ausserhalb-des-bioladens und der immerguten eigenen versorgung noch irgendwas zu sehen.

weg. ich. ichichich. ferien waren schon. keinen bock mehr auf dieses hamsterrad. dienstags zu denken, wann fängt das wochenende nochmal an? bitte? ach scheisse, klar, heute ist dienstag. der flexible tag. der schnelle tag. flexible termine, kind um zwei abholen, bäng. fast ein richtiger ausbruch aus der normalität. und trotzdem frustriert. und ich motze über jh?

ob psychomedikamente helfen? vitamin d? neue klamotten? musik? hörbücher? was bitte taugt denn, den alltag so ganz nebenbei mal lässiger zu machen wenn man ein superverkrampfterkontrollhamster ist gerade?