januar bis jetzt

ein lieblingslied, was mir so ein schöner begleiter ist: morrissey: spent the day in bed. ich mag morrissey sonst nicht so. aber hier. jetzt. im januar. its a consolation –

ich bin sehr froh hier zu sein. froh über das grüne knautschige sofa, auf dem sich kissen, decken stapeln und einer von uns immer hängen bleibt.

ah, und der himmel, der winterhimmel über berlin ist ein traum. auf dem hügel im park stehen und das letzte sonnenlicht fangen, dann nachhause, tee, kramen, irgendwas mit kindern. büchern. sachen. so ist der januar. er ist ein traum. morgen kauf ich mir ein kilo muscheln und koche sie mit dem miamädchen. baguette von zeitfürbrot dazu.

ich bin nervlich etwas überreizt und habe todesphantasien, wie oft, wenn ich die natur oder seis nur den himmel über der strasse, so geniessen und einsaugen und hammergut finden kann, dann denke ich auch an den tod und habe das gefühl, das wirkliche gefühl, ich bin dem tode nah. aber wenn er kommt: dann habe ich solch einen himmel gesehn – das in naturerscheinungen verweilen gibt mir einen begriff von zeit. oder hält es die zeit an?

nebenher lese ich bücher über erziehung und wie kleine kinder so sind oder sein wollen oder sollen und für mich ganz allein lese ich doris knecht: wald. danke frau knecht, again.

danke auch dir januar, dieses mal.

 

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dann doch dazwischen

zeit für eine kleine rückschau.

beseelt vom hauschka konzert.

jaja, im vergangenen jahr, gerade gegen ende, habe ich zuviel zeit damit verbracht, pläne anderer zu erfüllen und dabei irgendwie stillzuhalten. anstrengend, nervtötend und gefühle-für-andere-mordend das.

zuwenig gelesen für meinen geschmack habe ich im letzten jahr und zuviel tv gesehn. zuviel zeit verdaddelt. aber auch: gute entscheidungen getroffen, dinge beendet, neues gewagt, kompromisse gefunden. und beweglicher geworden. gemerkt, was ich nicht möchte, und erkannt, dass manches, was ich mir so belebend vorgestellt hatte doch nicht taugt für mich. aber immer: viele ideen gesponnen und jaja, schnell wieder verworfen. egal.

im sommer durchs land zu fahren, das tat gut. in verschiedenen freibädern auf wiesen liegen und andere leben ausmalen. rumstreunen und picknicken. auch: die kinder sind eine show, eine grosse freude. wir hatten es schön als familie.

jetzt seufze ich noch ein wenig in meinen tee. gute nacht!

 

vor und zurück

so schöne jahresrückblicke mit und ohne vorsätze gelesen. und selbst kaum dazu gekommen. versucht innezuhalten dann und wann im dezember. es ist mir nicht gelungen. auch beim silvesterfeiern mit ein paar freunden blieben die gespräche an der oberfläche. ein bisschen wie gehts was willst du und was geht nicht, eine tarotkarte gezogen und durch den wald spaziert. vielleicht weil: insgesamt: müde. müde mich mit leuten mit niedrigem reflektionsniveau zu unterhalten. beruflich habe ich das genug. das war ein atemloser dezember, voller unlust und noch-einmal-aufraffen zu all den treffen in den vergangenen 10 tagen. und letzten endes habe ich all diese leute (verzeiht verzeiht!) nicht getroffen, weil ich es wollte, sondern weil es der plan war und enttäuschung und schon-wieder-nicht-sehen keine möglichkeit darstellte. auf diese weise wurden schöne begegnungen durchaus verhindert.

ein, zwei gespräche bleiben mir in erinnerung und als gefühl ein starker unwille, eine kleine übellaunigkeit, die einen guten rückblick und ein paar vorhaben zu fassen, verhindert.

da hilft nur –

das neujahrskonzert an der volksbühne mit meiner liebsten freundin. also los. hallo 2018!

von früher

leute. von früher. andere zeit, mal viel gemeinsam gehabt, unterschiedlich weitergelebt. michel und f. waren zusammen unterwegs durchs nachtleben, dann hatte f. ne neue freundin und er war mit ihr viel unterwegs, michel mit mir, daran lag das aber nicht, es waren eher die kinder und ein umzug der freunde, also f. und seine neue freundin, mit der er jetzt lebt am anderen ende der stadt. neulich -überraschung!- ein besuch von f. gerade zwischen abendessen kochen und kinder sortieren. mitessen, na klar, bisschen was-ist-gerade-los und wo-gehts-hin. f. sass bis wir alle im schlafanzug und zahnbürste im mund vor ihm standen, die kinder rumschrieen, geschichtegeschichte! neiiinneinnein zu irgendwas. f. noch immer von hier-kann-man-einfach-richtig-einen-draufmachen redete, weil er zwischenzeitlich irgendwo im ausland gearbeitet hat und es da eher langweilig war. einen draufmachen nicht möglich, weil eben alles anders war. malaysia, indonesien, ich weiss nicht mehr wo das so schwierig war einen draufzumachen und auf coole konzerte zu gehen in hammerclubs. wir schoben ihn schliesslich aus der türe und das miamädchen sagte laut: laaangweilig! aber eher weil sie von nichts anderem redet wie von youtube filmchen, wo leute langweilig! in sehr aufregenden situationen sagen – und ja, langweilig, das traf es wohl. abgeklärt, von nichts begeistert oder überrascht, nie wirklich bewegt, immer nur he, lässig durch die welt. puh. langweilig. und ich wette, der f. hatte danach das gefühl 1. der familienhölle entkommen zu sein und 2. uns echt neidisch auf sein hammercoolesleben gemacht zu haben.

das nächste mal sind wir wohl eher nicht zuhause wenn -überraschung!- vor der türe steht.

träge tage

blätter fallen. fernsehn. pakete, päckchen, briefsendungen für mich und nachbarn von diversen boten annehmen. verschiedenen boten erklären, wo nachbarn wohnen. kleine dinge bei kleinanzeigen verkaufen. kaffee. socken stricken (2). alle inhaltsstoffe der haushaltskosmetikprodukte durchsehen und die mikroplastikprodukte wegwerfen. oh, es sind einige! endlich lange aufgeschobene briefe, mails, karten geschrieben und gedacht, dass das mit der weihnachts- oder neujahrspost wieder nichts wird dieses jahr. träge tage, auch ein wenig unbeweglich körperlich und geistig. weihnachten naht, schön, freie tage, aber auch: so viel familiendrumherum, was mir beim gedanken daran schon zu viel ist. so horte ich bücher und überlege, wie ich mich rausziehen kann aus all den sozialveranstaltungen.

gesehn: vor der morgenröte, this is us, fuck yu göthe, fotos aus ferien vor den kindern

gegessen: pho, bitterschokolade, rote beete salat

gelesen: angefangen und ziemlich schnell weggelegt, weil öde: sven regener: wiener strasse

getan: bastelkram sortiert, zahlensachen fürs kind gemalt und geklebt, in der wohnung gekramt

getrunken: tee, rotwein

gelacht: über trailer von „motherland“

geärgert: nö

geplant: mit der arbeit (wiedermal) anders umzugehen, und auch mit dem leben und leuten

gedacht: dass ich ganz schön vergesslich bin und an meine sachen-listen

gekauft: schuhe für kind 1, auf dem flohmarkt: jeans und schlafanzughosen, ein paar bücher

 

 

vermieten

ah, diese airbnb werbung nervt mich. die hippen leute, die am homesharing gehindert werden. so ein scheiss. kann doch jeder ein zimmerchen räumen, eine anzeige sonstwo schalten und gäste haben. und seine wohnung mit jemandem teilen. wenns um leute kennenlernen geht, geht auch couchsurfing ganz ganz prima. vielleicht geht es nicht über airbnb wegen ferienwohnungseinschränkungen. und weil airbnb scheissviel kohle daran verdient, null steuern zahlt und wirklich macht, dass zimmer auf zeit nicht mehr so easy zu finden sind, leute wohnungen anmieten, um sie als ferienwohnung zu vermieten. undsoweiter. deswegen finde ich ferienwohnungseinschränkungen gut. geht ja hier nicht um leerstehende buden und arme menschen mit zu grossen wohnungen sondern um nen lifestyle und um wohnraum, der für leute, die in der stadt/im viertel leben wollen oder sollten unverfügbar gemacht wird. geht mir auf den ************************************

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